Baba Yaga

Es ist kalt geworden, und der Wind hat die Blätter in den Kronen der Bäume bunt gesungen. Wir treiben uns im Wald herum – saugen den frischen, würzigen Herbstduft in unsere Lungen und pirschen uns durch gefallene Blätter… wir sind nicht auf der Jagd, nur auf einer Erkundungstour… unser Revier abstecken…
Und da taucht es auf – die kleine Holzhütte mitten im Wald – verlassen doch sicherlich bewohnt (oder nicht?)

Auf leisen Pfoten nähern wir uns dem Haus… und ich krieche hinein… der Boden ist mit Blättern bedeckt, nicht aufgeraut, die Spuren alt. Keine Spinnen verstecken sich hier und nur ganz leise fällt etwas Licht durch das Dach hinein…

Draußen, vor der Hütte ist ein Kleiner Platz zwischen den Bäumen, der sich wunderbar als Ritualstelle eignen würde… ich präge mir diese Stelle ein, werde wieder kommen und den Ort befragen, ob er mich will…
Meine Ohren hören ein Rascheln im Gehölzt… und da – da greift ihre Hand nach mir… Baba Yaga packt mich:

Sie ruft meine wilde Frau, die tief in mir wohnt und fordert mich auf, mich mit dem Natürlichen, dem Ursprünglichen zu verbinden – Lockere dein Haar, krempel die Ärmel hoch – und sei kreativ…
Dann springt sie in ein Loch in einem Baum und verschwindet…

Dieser Monat steht also unter dem Zeichen der Kreativität – der wilden Frau – meiner wilden Frau….
Die Wölfin kann es kaum erwarten im Mondlicht zu tanzen…
Was macht ihr um eure wilde Frau aus zu leben? Habt ihr sie befreit oder ist sie eingesperrt, weil ihr Angst vor ihr habt?

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