Sich ein Fell zu legen

Für die kalten Wintertage, die sicherlich noch kommen werde, ist es sinnvoll, sich ein Fell zu zu legen… Damit meine ich natürlich keins, was mal jemand anderem gehört hat, sondern ein eigenes…

In der Dunkelheit der Höhle hockt eine fast nackte Frau – ihre Haare sind verfilzt, ihre Haut schmutzig und behaart, und sie hat ein Fell… man nennt sie auch „La Loba“ – oder auch Die Wolfsfrau…
Ihre Geschichte wird in dem Buch „Die Wolfsfrau“ erzählt und ich fasse sie hier kurzt zusammen:

La Loba streift durch die Wälder auf der Suche nach Wolfsknochen, die sie einsammelt, und wenn sie ein ganzes Skelett zusammen hat, legt sie die Knochen zusammen und singt ein Lied, was alleine nur für diesen einen Wolf bestimmt ist… Sie singt Muskeln, das Fleisch und das Fell – und dann, jagt der Wolf davon…Am Ende des Horizontes, wenn man dem Wolf so lange folgen konnte, kann man sehen, wie sich der Wolf in eine Frau verwandelt…

Ich Filze also meine Seele… lasse mich auf sie ein, ohne zu wissen, was nachher heraus kommen soll… ich beginne mit weiß, dann kommt sehr viel braun dazu – das sich wie Flüsse durch die weißen Berge zieht… La Loba zeigt mir einen Teil meiner Seele – den Teil, der ein Fell braucht…
Und so hab ich nun eins bekommen…

Hast du auch ein Fell??

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5 Kommentare zu „Sich ein Fell zu legen

  1. Das Buch „Die Wolfsfrau“ hat mir auch sehr gefallen, ebenso die Geschichte von La Loba. 🙂 Ein Teil meiner Seele könnte manchmal auch ein Fell gebrauchen, manchmal vielleicht sogar ein kleines Fellzelt, in dem sich dieser Seelenteil hin und wieder verkriechen könnte, um geschützt allein für sich, warm und bei sich zu sein. Geht Dir das auch so?

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