Neue Wege gehn…

„Um etwas in dein leben zu ziehen, was du bisher nicht hattest, musst du Dinge tun, die du vorher nicht getan hast…!“

Ich möchte neue Wege gehen, meinen Horizont erweitern und wachsen… doch ich darf immer wieder feststellen, dass das gar nicht so einfach ist, seinen (oft eingetrampelten) Pfad zu verlassen um auf einen anderen zu gelangen… Ich habe das Gefühl, dass einige Trampelspuren auf meinem Weg schon ziemlich tief getrampelt wurden, und es fällt mir tatsächlich schwerer als gedacht, diese zu verlassen… Ich versuche Dinge zu tun, die ich bisher nicht getan habe, und bemerke dann, dass ich sie doch wieder so tue, wie zuvor… Es ist anstrengend sein Leben um zu krempeln…

Muss man ein Ziel haben?? Vielleicht…

Ich habe bei einigen neuen Pfaden kein Ziel – ich habe erstmal nur das Gefühl, die alten verlassen zu wollen – und dann kann ich mal schauen, wohin der neue Weg führt… (vielleicht ja zu dir :D) Ich bemerke, dass man mit Menschen den Weg ein Stück gemeinsam gehen kann, und es schön ist, seinen Weg nicht alleine gehen zu müssen – doch was passiert an der nächsten Wegkreuzung? Sollte es nicht einfach sein, genau so, wie man diesen Menschen einfach in sein Leben gelassen hat, ihn auch wieder gehen zu lassen?? Wieso fühlt man sich dann allein gelassen?? (Wo doch schon die nächste Begleitung an der anderen Kreuzung auf uns wartet). ich stelle mir vor, ich hätte mich mit den Menschen an dieser oder jener Kreuzung verabredet… manche müssen länger warten, bis ich da bin – andere gehen alleine weiter, nur um dann zu einer anderen Kreuzung zu gelangen… man geht ein Stück gemeinsam – lernt von dem anderen und dann muss man weiter gehen, oder den anderen ziehen lassen…Ich wünsche mir, dass mir das einfacher fällt… andere ziehen zu lassen… und selber gehen zu können, wenn es nötig ist…

Wege segnen

Ich segne deinen Weg, Wanderer

Von wo auch immer du her kommst,

du bist willkommen

Ich teile mit dir,

Erfahrungen, Wünsche, Ziele, Gefühle

Und bin dir dankbar

Für jeden Moment, den wir gemeinsam gehen

Gesegnet sein deine Wege,

die, die du gegangen bist

und die, die du gehen wirst.

Ich zweige also hier ab, versuche aus meinen alten Spuren raus zu kommen, was mir scheinbar nur gelingt, wenn ich sie mir genau an sehe… wo kann ich hoch klettern?? Wo rutsche ich immer wieder ab?? Warum sind sie eigentlich so tief?? Ich beginne Handlungen in meinen Alltag ein zu bauen, die zuvor nicht da waren… und bemerke, dass es zu Beginn ganz einfach ist, aber das routinieren schwer fällt… die alten Spuren zu gehen, fällt leichter… Aber es ist in Ordnung, wieder zurück zu fallen – es sich bewusst werden zu lassen, und dann wieder von vorne beginnen… weiter machen (und nicht aufgeben…) Wer weiß was kommt…

Hast du auch Wege, die du ändern willst? Was tust du dafür? Und was ist mit den Menschen, die dein Leben verlassen – wie gehst du damit um? Oder vielleicht brauchst du ja keine neuen Wege gehen, weil die alten noch gut sind?

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8 Kommentare zu „Neue Wege gehn…

  1. Hallo liebe Wölfin, ein sehr schöner Post, der mich zum Nachdenken gebracht hat. Wenn ich etwas in meinem Leben verändern möchte, mache ich das meist in einer Hauruckaktion, alles klappt wunderbar und dann passiert genau das, was du auch beschreibst: Nach der ersten Euphorie fällt das Integrieren in den Alltag unheimlich schwer. Und so gehe ich immer vor und zurück, links und wieder in die Mitte und so weiter. Sodass Veränderungen immer ganz langsam in meinem Leben stattfinden, aber eben nicht, weil ich es langsam angehen lasse, sondern weil sich Vollgas und Vollbremsung immer abwechseln. Auch ein Weg. Ein Guter? Keine Ahnung.. Ich weiss auch gar nicht genau, ob ich gerade alte Wege verlassen möchte. Mir geht es so kuschelig gut in meinem Nest. In meiner Komfortzone. Ist das gut? Oder ist es viellleicht ganz schlecht, weil ich eben diese Komfortzone (öfter) verlassen sollte, um.. Ja, um was eigentlich?
    Einige Menschen sind schon sehr sehr lange in meinem Leben und darüber freue ich mich, ich für mich finde es aber auch sehr leicht, Menschen wieder ziehen zu lassen. Allerdings nur, wenn es im Guten geschieht. Im Streit auseinandergehen und dabei das Gefühl haben, noch etwas sagen zu wollen, den Weg noch weiter zusammen gehen zu wollen finde ich nahezu unerträglich..
    Zu der Frage: Ziele oder keine Ziele habe ich diesen interessanten Artikel gefunden: http://zenhabits.net/no-goal/
    Herzliche Grüße von der Fruchtschnitte ♥
    Ps. Was genau möchtest du denn ändern? Was gefällt dir nicht mehr?

    1. Wenn du das Gefühl hast, dass dein leben, so wie es im Moment ist, gut ist – dann kann ich verstehen, dass du nichts ändern möchtest… Ich denke, man hat nur dann das befürfnis etwas zu ändern, wenn man dem „alten Weg“ überdrüssig wird, oder mit gewissen Dingen nicht mehr in meinem Leben haben mag… Ich kann die Art der veränderung, wie du sie beschrieben hast, sehr gut nach voll ziehen – ich habe es auch immer so gemacht – und oft genug bin ich mi der vollbremsung gegen eine wand gefahren… Ich möchte also die Art und Weise ändern, Dinge zu ändern *lach* (das ist doch mal ne Aufgabe)
      hast du vielelicht einen Tipp, Menschen ziehen zu lassen? Du sagtest es würde dir nicht schwer fallen – vielleicht kann ich mir davon was annehmen…
      was ich noch so ändern möchte: Also meine Ernährungsweise – und ich würde gerne ein paar Dinge in meinen Alltag routinieren (z.B. Meditation und so) Kleine Schritte – und dann sehen, was passiert, welche Wege sich öffnen – und dann weiter gehen *g*
      Der Artikel ist super – danke dafür ♥

  2. Eines meiner Lieblingslieder ist das hier: http://www.tsrocks.com/m/moloko_texts/familiar_feeling.html und die für mich beste und stimmigste Textzeile ist diese hier: “ I never doubted it: what’s for you will not pass you by“.
    Wenn ich einen Menschen treffe, dann gibt es immer etwas, dass dieser Mensch für mich bereit hält. Das kann eine große Liebe sein, dass kann eine lange Freundschaft sein, dass kann aber auch nur eine bestimmte Sache sein, die ich zum Beispiel lernen darf oder soll. Es ist – zumindest bei mir – auch nicht immer so, dass ich bei neuen Bekanntschaften sofort weiss, ob derjenige in mein Leben kommen soll oder nicht. Also vertraue ich darauf, dass ich alles bekomme, was für mich vorgesehen ist. Ich KANN nichts verpassen.
    Alles Negative lasse ich schnell los. Wenn mir jemand zu negativ ist, gehe ich ein bißchen auf Distanz. Lustig, ich habe in meinem Leben niemanden (!), der jammert, lästert, tratscht, krank ist etc.
    Ich arbeite auch viel mit Affirmationen: „Alles in meinem Leben hat einen Sinn“.
    Ich hab zum Beispiel mal eine Frau kennen gelernt, die fand ich total nervig. Und die ist mir immer und immer wieder begegnet, an den unterschiedlichsten Orten. Bis ich dann akzeptiert habe, dass sie wohl ein Geschenk für mich hat. Also habe ich mich mit ihr verabredet, und ich fand sie ganz ok, aber sie nervte mich immer noch. Sie erzählte mir aber ausführlich, wie sie ihre Tochter daheim geboren hat. Und da wusste ich: Das ist mein Geschenk. Ich habe ihre Hebamme kontaktiert und meine Tochter dann auch ein Jahr später in einer Hausgeburt zur Welt gebracht. Das beste, was mir je passiert ist. Das hätte ich ohne diese Frau nie gekonnt. Sie hat mir den Weg gewiesen. Danach ist sie aus meinem Leben „verschwunden“. Zufällig, wir haben uns „aus den Augen verloren“. Vielleicht kannst du dich auch fragen: Was hat diese Person mir gebracht? Warum war sie in meinem Leben?
    Ich habe ein paar Freundinnen, da frage ich mich diese Fragen nicht. Aber da freue ich mich auch jedes Mal so doll, wenn sie anrufen und ich sie treffe, da geht es gar nicht drum, sie aus meinem Leben zu lassen..
    Wenn du also eine Person in deinem Leben hast, die dich nervt, frustet, entkräftet, langweilt, kannst du dir sicher sein, dass eure Zeit vorbei ist. Und darauf VERTRAUEN, dass das in Ordnung ist und stattdessen etwas NEUES, GUTES zu dir finden wird.
    Ach herrje, voll der Roman, ich hoffe, du konntest damit etwas anfangen..
    Herzlichste Grüße!
    Ach ja, zum routinieren: Der urälteste Uralttrick funktioniert da bei mir. Ich überlege mir, was ich in der Woche machen will und trage es in meinen Kalender. Ich mache montags, mittwochs und freitags Sport. Ende der Durchsage. Ausser ich bin krank oder so. Ein: „Ich möchte morgen meditieren, mal schauen wann etc“ klappt bei mir nicht. 18.00- 18.30 Uhr: Meditation.
    🙂

  3. „Ein: „Ich möchte morgen meditieren, mal schauen wann etc“ klappt bei mir nicht.“

    *lach. Das klappt bei mir auch nicht. Wenn ich mit alten Gewohnheiten, Wegen brechen, oder neue Wege beschreiten will, muss ich das auch so machen wie fuchsschnitte. Zuerst genau timen, dann tun. 😉
    Leicht fällt mir das nicht, und es klappt auch nie auf Anhieb. Also versuche ich es immer wieder. Wenn ich dann irgendwann spüre, dass mir etwas fehlt, wenn ich das, was ich integrieren wollte, nicht tue, dann weiß ich, dass ich schon die Spur dieses neuen Weges in meinem Leben sehe. Und wenn es gar nicht klappen will … naja, dann ist es vielleicht nicht der richtige Pfad für mich gewesen, oder auch der falsche Zeitpunkt.
    Menschen ziehen zu lassen, das fällt mir noch schwerer. Es sind ja eigentlich immer die eigenen Gefühle, die einen an einen anderen Menschen binden. Sei das nun Liebe, Schuld, Freundschaft, etc. Und Gefühle kann man ja nicht von jetzt auf gleich einfach abstellen. Zumindest kann ich das nicht. Auch wenn ich mir das schon hin und wieder wirklich gewünscht hätte. Jemandem real hinterherwinken geht vermutlich immer schneller, als sich auch von den eigenen Gefühlen zu verabschieden. Diese Gefühle ziehen zu lassen, mich auch innerlich zu lösen, das ist für mich meistens ein Prozess, ein „Mich damit auseinandersetzen“, vielleicht auch trauern, und braucht seine Zeit.

  4. Ich bin letztes Jahr schon recht weit gekommen. Aber mir missfallen immernoch einige Dinge, die ich bisher einfach nicht geschafft habe zu ändern. Der klassische innere Schweinehund hat da seine Pfoten im Spiel. Aber ich sehe bisher optimistisch auf das vor mir liegende Jahr. Meine Einstellung hat sich jedenfalls schonmal auf den richtigen Weg gemacht, nun muss ich nur noch folgen. 😉
    Mit Abschieden (oder auch nicht, wenn die Menschen sich klammheimlich davonschleichen) konnte ich noch nie gut umgehen. Dein Eintrag passt gerade so gut… Gerade hatte ich einen alten, sehr guten Freund wiedergefunden, war so glücklich, den Kontakt wiederherstellen zu können. Und nun bleibt seine Antwort auf meine Mail schon wieder aus und ich zweifele sofort an mir, analysiere die Mail gründlichst, ob ich irgendwas falsches geschrieben oder mich sonstwie danebenbenommen habe. Ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich laufe niemandem hinterher, das wollte ich eigentlich auch so beibehalten. Aber ich bin traurig.

  5. Danke für diesen wunderbaren Eintrag.

    Ich habe so einige Wege, die ich ändern möchte, wo es mir aber sehr schwer fällt los zu lassen.
    Oft fällt es mir so schwer eingefahrene Wege zu verlassen.Ich dachte immer von mir, dass ich so offen bin für Neues. Bin ich ja auch, aber ich falle ganz schnell wieder zurück auf gewohnte Verhaltensweisen.
    Manchmal ist es dann eben so, aber an vielen Dingen arbeite ich.

    Es gibt einige Menschen, die mich auf meinem Lebensweg begleiten und auch wieder Andere, die nur ein kleines Stück mit mir gehen.
    Dann gibt es wiederrum Menschen, die ich schon lange kenne und unterwegs „verloren“ habe und aber nach etlichen Jahren finden wir uns wieder und gehen wieder ein Stück gemeinsam.

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