Heiliges Bloggen

Es gibt immer wieder Zeiten, da könnte ich fast jeden Tag bloggen, einfach, weil es so aus mir heraus fließt… das sind dann Einträge, die eine Botschaft vermitteln, die über den Verstand hinaus gehen. Ich meine, ich habe dann nicht groß über den Inhalt nach gedacht, sondern er fließt dann einfach aus meinen Gedanken in meine Hände, und ich komme kaum mit dem Schreiben hinter her (hier liegt auch der Grund für Rechtschreibfehler begründet *juchuuu* ich habe eine Ausrede *gg*)

Der Blog lebt also durch mich – aber es gibt auch andere Tage, wo der Blog mich lebt, und ich möchte mich nun davon befreien… Vielleicht kennt der ein oder andere das auch?? Man liest sich durch seine Blogliste und plötzlich hat man keine positiven Gedanken mehr über sich selber:

* „X“ schreibt mehr als ich

* „X“ schreibt bessere Einträge

* „Ich muss mal wieder dieses oder jenes machen, damit ich darüber schreiben kann“

* „Was denken die anderen wohl über mich, wenn ich x schreibe?

* „Mein Leben ist langweilig (weil ich nix zum bloggen habe)“

* „Würde X meinen Blog verlinken? Was könnte ich tun, damit das passiert?“

* „Ob X meinen Blog liest/mag/doof findet?“

* und so weiter

Der Fokus ändert sich plötzlich… Ich blogge nicht mehr aus Spass, sondern, weil ich damit ein bestimmtes Ziel verfolge… Der Blog rückt in den Mittelpunkt – und da gehört er absolut nicht hin. Mein Leben (und ich) sollten dort stehen, und der Blog darf eine Beschäftigung sein, der ich gerne mal nach gehe ^^ Wie lesen zum Beispiel…. mich liest ja auch kein Buch, oder??

Ich blogge also bin ich??

Ich möchte das Bloggen als eine Art „Puja“ ansehen, etwas was „heilig“ ist (die Idee dazu habe ich von Goddess Leonie)

Dazu habe ich mir eine Playliste erstellt, mit Natur Sounds (z.b. Regenschauer und das Lied der Amsel) – man kann sich natürlich auch jegliche andere Playliste erstellen – und zentriere mich ein wenig, bevor ich schreibe. Und dann öffne ich meinen Blog und lasse los – das heißt, ich schaue nicht auf den Bildschirm (ok, nachher auf jeden Fall) und achte nur darauf, wohin meine Finger fliegen, dann schreibe ich (wie das hier gerade) einfach darauf los. Dazu muss ich natürlich eine Idee haben – und bevor ich diese nicht habe, schreibe ich nicht.

Das hat natürlich zur Folge, dass manchmal nur Bilder erscheinen (weil es keine Worte dazu gibt) und manchmal nur Worte ohne Bilder, selten gemeinsam (bei Berichten) und es mir egal ist, was andere darüber sagen… ICH schreibe ja hier… und niemand sonst…. Und alle die, die das hier lesen sollen, werden es lesen…

Ich löse mich von den Vorstellungen, Urteilen und Werten, die ich an mich selber stelle, oder von denen ich glaube, dass sie an mich gestellt werden. Ich schließe etwas in mir, um mir selber Platz zu schaffen… Und wo Platz ist, da kann etwas entstehen…. Blogeinträge zum Beispiel.

Ich rufe also zum freien Bloggen auf!

Sei du selber

Und inspiriere andere, in dem du dir erlaubst, dich inspirieren zu lassen ^^

Lass es los – Lass es fließen

Du bist nicht dein Blog ^^

 

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13 Kommentare zu „Heiliges Bloggen

  1. Ja, Recht hast du….! Meistens schreibe ich gerade so wie Du es beschreibst… Aber oft denke ich dann ‚Interessiert das wen?‘ und lösche es wieder…. 😉 Und dann kommt dabei heraus, dass ich monatelang ‚Winterschlaf‘ halte…. Naaaaaja… Heute morgen dachte ich auch: Mal wieder was bloggen? Und dann im nächsten Moment: ‚Manno, in meinem Leben ist aber auch grad garnix interessantes los…‘ und dann im nöächsten Moment: ‚Stimmt aber eigentlich garnicht… Alles kann interessant sein, wenn man es interessant verpackt und inspiriert ist….‘ Ich bin umgezogen… Darüber hab ich noch garnicht berichtet. Und in 1 1/2 Monaten muss ich wieder umziehen und schaue mir heut ein potentielles Haus an… Meine Filzwerke hab ich noch nicht gezeigt…. Ok… Heute Abend geht’s los….! Danke für die Inspiration….!!! 🙂

    1. In meinen Augen führst du ein sehr interessantes leben, und ich liebe es, deinen Blog zu lesen… dementsprechend darfst du alles reinschreiben, was du magst… es gibt sicherlich (wie mich) Leute, die das interessiert ^^
      You are a Goddess!!

  2. Ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Mir geht es im LJ so.
    Ich denke oft einfach zuviel darüber nach, was und wieviel Andere schreiben und schwupps schon bin ich gehemmt.
    Aber es ist ja eigentlich totaler Quatsch.
    Beim schreiben, sollten man bei Sich bleiben und sich nicht an Anderen orientieren.
    Ich versuche es jetzt erst seit Kurzem und es gelingt mir mal mehr und mal weniger gut.

    Ich habe aber mal eine Frage:
    Was ist eigentlich der Unterschied vom LJ zu einem Blog?

    „Lass es los – Lass es fließen“ Recht hast du!

    Und, ich lese deinen Blog sehr gerne, auch wenn ich nicht zu Allem etwas zu Kommentieren habe 😉

    1. Der unterschied zu meinem Blog und LJ kann ich nur beschreiben…
      Hier schreibe ich öffentlich, dass heißt, alle können lesen, was ich so treibe, inclusive meienr Familie..
      LJ war nur für bestimmte User geöffnet und viele Einträge waren nur für mich… also eine Art Tagebuch… mir hat es aber zunehmend keinen Spass mehr gemacht, mein Tagebuch nicht mit mir rumschleppen zu können ^^ und habe dann wieder begonnen ein konventionelles zu führen… Bloggen mag ich aber, denn ich kann mich mit anderen Menschen verbinden – das wollte ich nicht wieder hergeben ^^ Also blogge ich (nur) noch…
      Und das konnte ich auch auf einer anderen Seite, mit der ich besser umgehen kann *lach*
      Das war mein Unterschied…

  3. Dieses Vergleichen hatte ich auch schon – aber letztlich fiel mir immer wieder ein, dass ich nicht primär für andere blogge, sondern für mich. Mein Blog ist mein virtuelles Buch der Schatten, wo ich reinschreibe, was ich gerade lerne, welche spirituellen Themen gerade aktuell sind. Wo ich hoffe, durch Austausch noch mehr zu lernen und auch, denjenigen eine Hilfestellung zu geben, die auf ihrem Weg die gleichen Fragen wie ich hatten und die von dem, was ich herausgefunden, ausprobiert oder verkehrt gemacht habe, lernen können – das ist eine Motivation, die mir irgendwie gefehlt hat, als ich für mich allein schrieb, weshalb ich es nie lang tat. Ich hab ja ein gutes Gedächtnis, wozu also was aufschreiben, dachte ich immer. *g*
    Es funktioniert auch für mich so viel besser als wenn ich das nur für mich schreiben würde, ich reflektiere viel mehr, weil ich mich frage, ob ich die jeweiligen Themen gut genug verstanden habe, sodass ich sie anderen verständlich machen könnte. Und ich freue mich beim Bloggen immer, wenn Themen, die mich selbst gerade bewegen, auch andere zur selben Zeit beschäftigen – wie zum Beispiel das Bedürfnis nach Hausputz. 😉

    Das Fließen lassen funktioniert bei mir über Worte nicht (ich bin halt auf wissenschaftliches Schreiben getrimmt), wenn meine Seele was ausdrücken will, dann immer über Gebasteltes, manchmal auch über Malerei. Bloggen ist bei mir nicht heilig, sondern pragmatisch – und das ist auch gut so, denn jeder Blogger ist anders. 🙂

    BB
    Liath

    1. Es ist völlig in Ordnung, bloggen nicht als heiligen Akt zu sehen ^^ und noch viel wichtiger, dass du ewtas für dich hast, was dir heilig ist, und es auch zelebrierst. Dann verbindest du dich mit deiner Inneren Gottheit – und das ist es, was zählt… Und ich bin dir sehr dankbar, dass du deine Wege mit uns teilst, auch durch pragmatisches bloggen 😀
      Ich liebe es, deine Sicht zu lesen ^^ (oder durch gebasteltes zu sehen)

      Du bist wichtig!
      Du bist eine Göttin

  4. @Wölfin und Liath: Ich bin sozusagen die andere Seite des Bloggens, nämlich keine Blogschreiberin, sondern eine Blogleserin. 🙂 Eure beiden Blogs stehen mit der „Holunderhexe“ ganz oben auf meiner kleinen Liste und ich freue mich über jeden Beitrag von euch. Für mich als eure Leserin sind beide Motivationen, aus denen heraus ihr schreibt, sehr interessant, sowohl das, was aus der Seele fließt, als auch das, was Wissen, Erlebtes, Erfahrtes übermitteln möchte. Beides hat seine Faszination.
    Eigentlich kommentiere ich aber nur selten. Tatsächlich denke ich oft: „Ohja, genauso fühle ich mich im Moment auch.“ Aber dann überlege ich mir, dass das ja eigentlich uninteressant für andere ist, wenn ich nur schreibe, dass ich das genauso empfinde. Das ist ja nichts, was den jeweiligen Beitrag ergänzen würde. Also schreibe ich fast immer nur dann, wenn ich etwas dazu zu sagen kann, was den jeweiligen Beitrag erweitert, ergänzt, oder dem widerspricht, aber nur ganz selten, wenn der Beitrag mir selbst sozusagen aus dem Herzen spricht. Vielleicht sollte ich aber doch meinen spontanen Gedanken öfter folgen? 🙂

    1. Liebe Lailokeny,
      ich würde mich sehr freuen, wenn du das tust, und einfach schreibst! Ich kenne dein Gefühl, und sitze auch oft an einemKommentar, den ich dann wieder lösche, weil dieser nur „wooow toll“ beinhalten würde *gg*
      Durch deinen Kommentar wiord mir aber gerade bewusst, dass ich mich über solche Kommentare mindestens genau so freue, wie über solche, wo der jenige meint, dass der Kommentar „sinnvoll“ wäre… Sinnvoll ist er eigentlich immer… und wenn man „nur“ ein gefühl ausdrückt… Gefühle und Eindrücke sind doch genau so wichtig – und wenn mich gerade ein Kommentar zum loslassendem Seufzen bringt 8was mir in dem Falle viellicht gut tut) dann kann es doch nicht schaden, wenn der Blogger das weiß… (oder??)

      Ich kann ja nur für mich sprechen aber ich habe aus deinem Kommentar folgendes für mich gelernt:

      1. Ich liebe Kommentare, die von Herzen kommen

      2. Ich selber sollte häufiger kommentieren (auch wenn es möglicherweise nichts wissenswertes enthält)

      Achtung Blogger – die Wölfin kommentiert jetzt auch noch *lach*

      Danke dir, für den hilfreichen Eintrag
      Liebe Göttin ^^

  5. @Wölfin: Danke dir, du bist ebenso die Göttin! 🙂

    @Lailokeny: Da gebe ich der Wölfin recht! Es ist immer schön, Kommentare zu lesen, die von Herzen kommen oder die zeigen, dass man nicht allein mit seinen Gedanken ist oder denen man einfach nur anmerkt, hey, da liest jemand scheinbar ganz gern, was ich so verzapfe. ^^

    BB
    Liath (die sehr viel kommentiert, weil sie Gedanken so selten einsperren kann)

  6. @Wölfin und Liath: Und ich habe heute etwas über mich gelernt! 🙂
    Ich folge meinen spontanen Gedanken sehr oft. Daheim. Privat. Warum also nicht in einem Blog, wenn der Beitrag genau das ausdrückt, was ich empfinde und ich spontan sagen will: „Hei, Du sprichst mir aus der Seele!“ ?
    Die Antwort ist eigentlich ganz einfach, aber ich war mir dessen überhaupt nicht bewusst. Schreiben ist mein Beruf. Natürlich kommt das, was ich schreibe, auch aus meinem Herzen, aber es ist ebenso wichtig, wie ich es formuliere. Insofern überlege ich mir natürlich immer, was ich beim Schreiben aussagen will und welche Worte ich wähle, um genau das auszudrücken. Jedes Wort ist dabei wichtig. Ist es ein treffendes Wort? Sagt es das, was ich beschreiben will? Sitzt es an der richtigen Stelle im Satz, habe ich dieses Wort schon in den vorherigen Sätzen benutzt? Passt es zur Satzmelodie usw. usw.
    Offenbar habe ich verlernt, diesen „inneren Lektor“ privat gelegentlich mal auszuschalten. 😉 Wird Zeit, dass ich das ändere!
    Danke euch Beiden! 🙂

  7. zum thema „wie erreiche ich, daß XY mich verlinkt?“: indem du einfach danach fragst und auf dich aufmerksam machst 😀 ich hab z.b. nicht auf dem schirm gehabt, daß du mich verlinkt hast, kannte dein blog auch nur vom „vorbeigehen“, und bin jetzt über karmindra auf dich aufmerksam geworden & komm demnächst öfter *lach* und jetzt geh ich dich verlinken 😀

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