Maeve – Macht

Auf dem Knocknarea, dem Berg des Mondes, liegt unter einem riesem Steinhügel vergraben, die Königin Maeve. Man sagt, sie sei aufrecht bestattet worden, in voller Rüstung und bewaffnet, den Blick gen Norden, ihren Feinden entgegen, um sie auch nach ihrem Tode abschrecken zu können.

Maeve, Göttin, Kriegerin, Mutter

Maeve war eine wunderschöne und selbstbestimmende Frau, die darauf bestand, in einer Ehe höher gestellt zu sein, als der Mann. (Ihre geschichte kann man hier und hier nach lesen) Sie wusste wer sie war, und ließ auch niemanden daran zweifeln – und als wir beschlossen den Mondberg zu besteigen, um Queen Maeve zu begegnen wurden wir auch mit „Macht“ konfrontiert. Mit der eigenen Macht.

Bist du die Königin in deinem Leben?

Wieviel macht gibst du an andere ab?

Und wem überlasse ich diese Macht?

Was hält mich davon ab, mich selber zu ermächtigen??

bei genauerem Nachdenken erkannte ich, dass ich schon sehr viel Macht nach Außen abgebe. Da ist es mir dann wichtig, was andere über mich denken, was mir häufig zwickmühlen bereitet zwischen meinen eigenen Bedürfnissen und den Bedürfnissen der anderen. Aber welche sind dann die, die man erfüllen sollte??

Macht bedeutet für mich u.a. folgendes:

– Eigenmacht – Verantwortung übernehmen für mich selber, aber auch über die eigenen Bedürfnisse

– Eigene Kraft – in der eigenen Kraft sein, sich üm sich selber kümmern

– aber auch machen… „es“ tun!

So stiegen wir also auf den Knocknarae, um Qeen Maeve zu begegnen – und unserer eigenen Kraft. In dieser inneren Haltung stieg ich den steilen Weg hinauf, mit der Absicht, die Regentschaft über mein eignes Königreich (mein Leben) zu übernehmen. Mich für wichtig erachten, für meine Bedürfnisse einstehen (was ja nicht immer leicht ist, sich die manchmal überhaupt bewusst zu machen). Aber auch mich selber so an zu nehmen, wie ich bin (und zwar genau so) und mich selber für gut zu befinden – denn ich erkenne, dass nur ich diejenige bin, die diese Entscheidung treffen kann. Ehrlich zu mir selber sein! Mir selber Dinge eingestehen, Dinge, die ich (noch) nicht kann, oder Dinge, die ich gar nicht machen will – und dann auch die konsequenzen tragen – das ist nicht leicht – aber ich denke, sowas macht eine Königin aus, was meint ihr?

Über Geröll und steile Stiegen mussten wir klettern, und ich dachte an die Tempel, zu denen man über endlos erscheinende Treppen hoch krakzeln muss, um oben dann Antworten und Segen zu erlangen. Also stellte ich mir diese Situation vor, und fokussierte meine Gedanken auf meine Intention – meine Absicht, weswegen ich diesen Weg zu Maeve ging.

Oben auf dem Mondberg angekommen, empfing uns ein starker Wind. Ich visualisierte, wie dieser durch meine Aura und meine Chakren fuhr, und alles mit sich nahm, was nicht dort hin gehörte.. der Wind wusste schon, was ^^ Ich vertraute mich ihm an. Ließ mich durchpusten, an mir rütteln, mich durchschütteln – mich zurecht biegen  – und zurück blieb nur Glückseligkeit. Alles hatte der Wind mit sich genommen und würde es nun verwandeln. Maeve rief nach uns, und so stiegen wir mit unserem Stein, den wir ihr zu ehren mit genommen hatten, auf den Cairn.

Oben angekommen überkam mich ein berauschendes Gefühl – ich war eins mit allem – und besonders mit mir selber. Ich brauchte nicht erst Königin zu werden – ich war es doch schon längst. Lauthals lachend und schreiend, grölend und jauchzend sprang ich auf dem Cairn herum. War der Weg das Ziel gewesen? Oder war es Maeve, die mich so energetisierte und mir bewusst machte, dass es alleine die Entscheidung ist, die mich dazu ermächtigte, Königin über mein Leben zu sein. Ich hatte mich dazu entschieden – und so war es!

Nach einer Pause und einem Mahl, das wir mit dem Spirits des Ortes teilten, stiegen wir hinab vom Cairn, um uns in den Schoß von Maeve zu begeben. Wir legten uns auf die kleine Wiese, am Rande des Cairns und wurden umarmt. Geborgenheit umfing uns, während der Wind über uns hinweg fegte, spürten wir seine Kälte nicht – nur das leichte Pulsieren des Ortes. sanft und kaum wahr zu nhemen. Unsere Herzen in einem Takt.

Als wir Maeve verließen, ließen wir zwei Steine zurück, die wir Ihr zu ehren mitgebracht hatten (wie es der Brauch ist) die jetzt bei Ihr wachen.

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2 Kommentare zu „Maeve – Macht

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