Veganisierung der Welt

Wie ihr sicherlich wisst, esse ich überwiegend vegan – warum nur überwiegend? Für viele Lieblings-Rezepte habe ich noch keine gut schmeckenden Alternativen gefunden:

Da wäre z.B. der Käse

Ich liebe Käse in all seinen Formen, besonders aber die ordentlich stinkenden und armotisch schmeckenden Brie-Sorten. Es wird leider geraten, in der SS auf gerade o.g. Sorten zu verzichten… und Frau geht also auf Brie-Entzug… Doch der normale Scheibenkäse reicht mir nicht, also habe ich beschlossen, einen kleinen veganen Raubzug zu betreiben, um diverse veg. Käsesorten zu testen, in der Hoffnung, doch noch gut schmeckende Dinge zu finden… Ihr dürft also auf Käse-vergleich-Posts gespannt sein…

Eieiei…

Meine Leib-und-Magen-Speise besteht aus angebratenen Pilzen (am liebsten selber gesammelt), Zwiebeln und Rührei, vom Mann gemacht. Dafür habe ich bisher keine Alternative gefunden… Die Eier, die verwendet werden, sind ausschließlich Bio-Eier (ich weiß alle Veganer werden jetzt aufheulen, denn das ist nicht das Gleiche, jaja, ich weiß). Ausprobiert habe ich diverse Varianten von Rührtofu: Mit Seidentofu, Räuchertofu und und und. Nichts davon schmeckt auch nur annähernd so gut!

Wolle

Als Filzerin benötige ich Wolle… und die ist nicht vegan. Eine passende Alternative zum Filzen existiert leider nicht, so dass man darauf achten sollte, seine Wolle wenigstens aus ökologischer Freilandhaltung zu organisieren. Dann könnte man auch beginnen, seine Filzwolle selber zu färben – mit Pflanzenfarbe versteht sich… was für mich total aufwändig wäre – ich dann sicherlich nicht mehr zum filzen kommen würde… (weil ich noch die Frabe und jene Farbe vorher noch machen muss/will – oder die besagte Farbe gar nicht da habe)

An einigen Stelle also ein Di-lämmer ^^

Welche Produkte fallen euch schwer/ sind euch schwer gefallen, zu veganisieren?

Vielleicht habt ihr ja noch ein paar Tipps&Tricks auf Lager??

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10 Kommentare zu „Veganisierung der Welt

  1. Mir geht es da wie dir 😦
    – Ich koche sehr viel mediterran und ohne Ziegenkäse und Mozzarella ist das manchmal etwas fade.
    – Wenn ich nicht mehr spinnen und stricken könnte würde ich durchdrehen, weil das meine Form der Meditation ist und Baumwolle sich meistens sehr schlecht verarbeiten lässt.
    – Ich habe bereits versucht beim Backen mit Eiersatz oder Fruchtmus zu arbeiten, aber das schmeckt den Leuten einfach nicht so gut. Ich kann nicht alles, was ich backe selber essen: dann rolle ich durchs Leben 😉
    – Und schließlich ist da bei mir noch das leidige Thema mit dem Leder: Ich fahre gerne und viel auf Mittelaltermärkte und Leder ist da vor allem deshalb so allgegenwärtig, weil es so ein praktisches, vielseitiges und strapazierfähiges Material ist.
    Meine Lösung ist bislang, dass ich versuche das alles auf ein absolut notwendiges Minimum zu beschränken und auf ökologische Quellen zu achten. Meiner Ansicht nach ist es auch nicht unnatürlich mit tierischen Materialien zu arbeiten. Es ist nur unnatürlich Sie industriell und in Massen zu „produzieren“!

    1. „Es ist nur unnatürlich Sie industriell und in Massen zu “produzieren”!“

      Aye! Da gebe ich dir Recht. Leider wird das in 90% der Fälle getan. Ich weiß, dass gerade in der MA-Szene leder kaum weg zu denken ist – und Leder- Ersatz aus Plastik ist für mich nicht die beste Alternative (ich werde darüber berichten)

      Ich betreibe es derzeit ähnlich wie du, möglichst ökologische Quellen vorziehen.

  2. Das schlimmste an all den verschiedenen Essgewohnheiten ist der ständige Rechtfertigungszwang. Ist wie mit dem Kinder-Erziehen und der Religion – jede/r muss seinen eigenen Weg finden, und keiner hat die Wahrheit gepachtet.

  3. Oh ja, das ist ein interessantes und umfangreiches Thema mit dem sich ganze Foren beschäftigen. Mit Backwaren habe ich beruflich zu tun, bin vom Fach. Auch beispielsweiße beim Wein ist es genauso, dass diese Genussmittel ja generell als vegan gehalten werden. Doch in aller Regel kommen Hilfs- und Zusatzstoffe zum Einsatz, die absolut okay und natürlich sind aber in einigen Fällen eben nicht mehr vegan. Schaut man nur mal in den Supermarkt fällt auf, dass fast überall Mich- oder Eiprodukte enthalten sind oder Gelantine.

    Wer sich vorher intensiv über seinen Organismus, Stoffwechsel, Vitamine, Ernährung, essentielle Baustoffe etc. informiert und aus Überzeugung den veganen Weg gehen möchte, dem zolle ich höchsten Respekt. Doch wer nur mal davon gehört und einige Berichte gelesen hat vielleicht als ‚tollen Trend‘ des Naturbewusstseins sieht dem rate ich davon ab. Es ist kein Trend sondern eine sehr komplexe Lebenseinstellung. Viel zu umfangreich und gar gefährlich bzgl. Mangelernährung ohne humanmedizinisches Hintergrundwissen.

    Gut ich tanz mal wieder aus der Reihe. Auch wenn es hier eventuell zu Unverständnis (oder Groll bei den Extremistinnen) führt, ich esse totes Fleisch und genieße lecker Vollmilchschokolade. Empfinde mich dennoch nicht als Tierquäler oder gar -mörder.

    1. Für mich ist das völlig ok, lieber Wanderfalke 😀
      Teilweise empfinde ich die „vegane Szene“ auch als intolerant und als extrem (natürlich nicht alle!!!) Aber wenn mir jemand erzählt, er sei ein besserer Mensch, nur weil er keine tierprodukte zu sich nimmt, dann ist das für mich Schmuh, denn dazu gehört für mich mehr – ist umfassender und bezieht sich nicht nur aufs Tierreich… Aber es gibt auch sehr viele veganer, die sich richtig ins Zeug legen und umfassend für eine bessere welt kämpfen. Das ist wunderbar!
      Dabei ist es natürlich immer Auslegungssache, was jetzt „gut“ und was „schlecht“ ist…

      Wenn es für dich so in Ordnung ist, dann ist das der richtige Weg für dich!

  4. hm, so furchtbar kompliziert wie wanderfalke es darstellt, ist vegane ernährung nicht. eigentlich muß frau nur auf’s b12 achten, und da gibt es vegane tabletten für. vitamin d wird auch immer wieder angeführt, ist aber bei omnivorinnen genauso oft im unterversorgungsbereich.

    also, von der ernährung her komme ich super mit veganismus klar, inzwischen vermisse ich auch nicht mehr den käse, aber das hat locker 6 monate gedauert (ich sag nur: casomorphine). wo vegan bei mir gar nicht geht: schuhe. ich bin auf orth. maßschuhe angewiesen und kein anderes material tut’s da wie leder. und bei meinen medikamenten ist’s auch nix mit vegan – nicht wegen der inhaltsstoffe, sondern wegen der tierversuche.

    1. Vitamin B12 ist in der Tat so eine Sache, aber wenn man das im Auge behält, dann ist´s schon ok. Ich sehe lichtblicke für meinen Käse-entzug ^^ Danke dir, Schlampengöttin!
      Habe noch einen Post in Petto, der besonders die Schuhe in den Mittelpunkt stellt…das ist auch für mich ein Knackpunkt

  5. Liebe Wölfin,seit einiger Zeit lese ich hier in deinem schönen Blog.
    Passend zu diesem Thema gab es am Montag auf NDR (30.07.12) um 22.00 Uhr: Die Milchlüge
    Ich habe auch schon mal überlegt,auf vegan umzusteigen.Finde es momentan nicht so
    einfach.Nach dem Film möchte ich meinen Milchkonsum noch stärker einschränken.So
    sorglos werde ich wohl keinen Käse und Joghurt mehr essen.

  6. Bei mir ist es Wolle vor allem. Ich spinne viel Garn selber und stricke furchtbar gern, und Baumwolle oder Kunstfaser ist da meist kein guter Ersatz. Aber man kann ja aufpassen, wo die Wolle herkommt. Rohwolle bekomme ich meist von einer befreundeten Kleinstschäferin. Da geht man gut mit den Tieren um und die Schur geht nicht im Akkord und sie werden nicht verletzt dabei.
    Und ab und zu gibt es mal Schafs- oder Ziegenkäse zum Überbacken. Da gibt es einfach noch keine angenehme vegane Variante. Wobei, die „Käsekrainer“ zum Grillen schmecken gar nicht mal soooo schlecht 🙂
    Ab und zu habe ich auch noch einen kleinen Rückfall mit Frühstücksei und Honigsemmel.
    Ich habe mich inzwischen von dem Gedanken verabschiedet, komplett vegan zu leben. Das schaffe ich einfach nicht. Außerdem kollidiert bei mir vegan auch des öfteren mit Öko, Das Dilemma kenne ich auch. Öko ist nicht immer ethisch und ethisch nicht immer öko. Ich versuche halt für mich einen gangbaren Weg zu finden.

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