Mabon und mehr

Es werde Herbst… und so kamen die Winde und der Regen und pusteten und prusteten, damit alle es wissen mögen: Der Sommer ist vorbei! Jetzt beginnt die zeit des Abschiedes – der dunkle teil des Jahres…

Sonntag feierten Karmi und ich das Mabon-Fest mit einer kleinen Gruppe Frauen – wir überlegten us, was wir uns für dieses Jahr alles vorgenommen hatten, und was wir davon umgesetzt haben, und was nicht. Außerdem stellten wir uns vor, was wir ernten, und was wir gerne jetzt loslassen möchten, um es nicht mit in die dunkle Zeit des Jahres zu nehmen…

Mit mehreren Kreistänzen versuchten wir uns auf die dunkle Jahreszeit ein zustimmen und reisten dann noch zu unserer dunklen Schwester, die mir klare Anweisung gab, welche Themen es derzeit zu bearbeiten gibt, und was ich in den kommenden zwei-drei Monaten noch tun soll.

Folgendes möchte ich (segenvoll) loslassen:

* die Enttäuschung und den Streit
* die Menschen, denen ich nicht wichtig bin
* Dinge, die ich „nicht geschafft“ habe – und meinen Frust darüber
* Ängste vor der Zukunft
* Misstrauen in mich selber
Folgendes habe ich (voller dankbarkeit) geerntet:

* die Gnade ein neues Leben unter meinem Herzen zu tragen
* die Hochzeiten mit meiner großen Liebe
* Versöhnung und einen ehrlichen neuanfang
* alte und neue Freundschaften
* eine Feen-Party (ich danke euch sehr, Mädelz)
* Zeit
Ernten durfte ich gestern auch noch im wirklichen Leben: Bei der Zombiekatze auf ihrem Feld durfte ich mir die restlichen gelben Bohnen, ganz viel Mangold und Rote Beete mit nehmen… es ist ein herrliches Gefühl, Gemüse frisch von den Sträuchern ab zu pflücken und dann zu Hause zu bestaunen … der Mangold wird gleich noch zu einer köstlichen Zucchini-Spaghetti-Soße ^^

Hier wachsen Chillis und Paprika, die brauchen noch ein wenig – und auch Kürbisse gab es zu bestaunen, aber die brauchten noch ein Weilchen… aber lecker gegessen haben wir trotzdem… Das Kätzchen hat für uns Moussakka gekocht – mit veganem Schmelzkäse aus Hefe, den ich zum ersten Mal gegessen hab.

Außerdem staubte ich das aktuelle Heft „Kochen ohne Knochen“ ab, in dem nicht nur ein Interview mit der Zombiekatze abgedruckt war, sondern passender Weise auch ein Artikel über veganes Schwangersein.
Und inspiriert durch die reichhaltigen Gespräche über Pro&Cons des Veganismus und der Erziehung von Kindern (inclusive Ernährung), werde ich wohl kommenden Monat mit der Wurzelschneiderin eine vegane Challenge machen ^^

Was gibt es bei euch zu ernten?
Welche Missernten musstet ihr einstecken?
Habt ihr genügend Vorräte für die dunkle Jahreszeit?
Und möchtet ihr hier über die vegane Ernährung lesen, oder lieber auf dem sepearten Schwesternblog (Narcanty)?

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9 Kommentare zu „Mabon und mehr

  1. Hallo, ich faend es schoen, wenn du noch erklaeren wuerdest was fuer dich das Mabon-Fest ist. Es ist doch schon etwas aergerlichn dass ich in so vielen blogs zur Zeit immer wieder lese, dass Mabon gefeiert wurde. Und dieser Begriff als Synonym fuer die Herbst-Tag-und Nachtgleiche gebraucht wird. Mabon als Bezeichnung fuer den Equinox wurde in den 70ern von Aiden Kelly in die Welt gesetzt als er einen Llwellyn Kalender gestaltete. Mabon wird von einigen kreisen unabhaengig vom Equinox I’m Herbst gefeiert, deswegen frage ich. LG, Rhianna

    1. Hi Rhianna,
      das ist ja total interessant, ich wußte das gar nicht! Ich dachte Mabon wäre sozusagen der gebräuchliche Begriff im Hexentum & Wicca für die Herbsttagundnachtgleiche. Sind andere Begrifflichkeiten aus dem Jahreskreis auch von Aiden Kelly geprägt/erfunden worden?
      LG
      Karmi

  2. Für mich steht es für den Eqinox, der Beginn der dunklen Jahreszeit, der im Jahreskreis genau der Aussaat und den Beginn des Frühlings gegenüber steht. So ist es (für mich) eine Bewusstwerdung über die Dinge, die ich in dieser Zeit getan habe, die sich verändert haben – die ich ernten konnte – sowohl in meinem leben, als auch in der Natur. Es ist quasi der Höhepunkt der Anstrengung des Jahres, ein Wendepunkt, der nach innen führt… zu der Essenz des Seins. Denn in dem üppigen Früchten liegt auch das Vergehen…
    Es ist ein Zeitpunkt, mich für alle diese Dinge zu bedanken, nicht nur bei der Erde, sondern auch bei den menschen.

  3. Die Idee mit dem Ernten bzw. Missernten (nicht nur was Nahrungsmittel betrifft) finde ich sehr schön -z.B. Ideen ernten-Mißerfolge ernten und diese wieder loslassen,um
    nicht frustiert weiter zu leben.
    Da du so schön poetisch schreiben kannst,kann ich mir ein Jahreszeitenbuch sehr gut
    vorstellen.

  4. meine missernten, die lasse ich bei dieser gelegenheit gerne los =) es ist eine zeit der ernte, aber für mich auch immer eine schöne einstimmung und vorbereitung auf den rückzug des lichts, eine zeit des säens und des träumens vom nächsten frühling, dem wiedererwachen im märz…alles liebe Dir!

    „nichts bringt einen menschen rascher auf den weg der selbstentdeckung, als das gefühl der frustration“ – liz greene

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