Sie ist die eine…

Ich suche sie… sie, die alles ist. „Die Göttin im Federkleid“ wie Luisa Francia sie nennt, und einst hier so präsent war. Wo wir Frauen eins mit ihr waren, und sie kannten. Kenne ich sie heute noch? Etwas in mir erinnert sich, ist intuitiv darauf bedacht mich zu ihr zu führen. Es geht in den Wald hinein, in der Abenddämmerung – und leicht flau ist mir.

Ich gehe und gehe, und merke, wie ich mich einschwinge, auf das „Um-mich-herum“ – so verlangsame ich meinen Schritt und bleibe ehrfürchtig vor einer alten Buche stehen. Man sagt, ich solle singen. Das ist etwas, was ich immer kann, die Bäume wünschen sich Lieder und ich singe sie – laut, kraftvoll, vibrierend. Tiefe Töne steigen aus mir empor, wechseln sich mit leichten glockenhellen ab. Ich singe den Waldboden und das Moos, die Eichhörnchen und die Vögel, die Rehe und die Pilze – so lange, bis sie lacht!

Und da ist sie… hockt in dem knorrigen Baum, der keine Blätter mehr hat und lockt mich mit Steinen ihr etwas zu bauen.

Nachdem ich ihr etwas gebaut hatte, ging ich weiter und sie begleitete mich, flüsternd, wispernd und raunend. Mit den Runen befassen soll ich mich. Mehr tanzen soll ich und am besten jeden Tag singen. Das würde ihr gefallen.

Und sie häufiger besuchen kommen – draußen, drinnen, jetzt und hier… da würde sie auf mich warten.

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Ein Kommentar zu „Sie ist die eine…

  1. Schön geschrieben und kenne das Gefühl nur zu gut.
    Die kleine, wohl längst vergessene Quelle werd ich sicher auch bald wieder besuchen gehen.

    Danke dir für die hübschen Worte.

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