Ahnenfest

Am Freitag lud die Wurzelschneiderin zu einem Ahnenfest ein – dort wollten wir unseren Ahnen gedenken, und ein Teil unserer Geschichte mit den anderen teilen. Stimmungsvoll hatte sie ihre Wohnung gestaltet – es war gemütlich warm und überall brannten Kerzen, u.a. auch auf ihrem Ahnenaltar, den sie extra für ihre Ahnen aufgestellt hatte. Und zur Feier des Abends, bekamen sie auch noch Kürbisbrot und Kürbissuppe…

Hach, das lässt mich nicht kalt – und ich fände es wunderschön, auch einen Ort hier zu haben, der nur für die Ahnen gedacht ist – wo alte Bilder stehen, und ich meinem Zauberkind die Geschichten von Ihnen erzählen kann…

Wie die Großeltern hierher kamen, weshalb ich die Nachbarstadt als meine Heimatstadt ansehe, wo ich damals als Kind alles mit meinen Großeltern spazieren war, usw…

Nach einem sehr leckeren (und veganen) Essen: es gab scharfe Kürbissuppe und einen Reis-Kürbissalat, dazu Kürbisbrot

wurden die Geschichten ausgetauscht – und je mehr wir darüber plauderten, umso mehr von Ihnen kamen, um zu schauen, wer denn da Geschichten über sie teilt. Da kam meine Urgroßoma mit ihren langen Haaren, die sie zu einem Turban hochgesteckt hatte… erst schaute sie ein wenig grimmig, aber als sie hörte, was ich sagte, freute sie sich, denn wir hatten uns nie kennengelernt – und doch wusste ich etwas über sie…

Und so verging die Zeit – die Kerzen brannten herunter, und wir machten usn alle nach und nach auf den Weg nach Hause. Nahmen unsere Geschichten mit uns, die einen großen Teil der eigenen Geschichte ausmachen – jede(r) mit einem guten Gefühl. Es war ein gelungener Abend, mit lieben Menschen und freudigen Ahnen…

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3 Kommentare zu „Ahnenfest

  1. Wir haben auch Geschichten über unsere Ahnen ausgetauscht und dann waren sie einfach da, bei uns. Und weil eine meiner Schwestern, ebenso wie du, einen Ahnen hatte, der immer Haferbrei aß, haben wir den dann am Morgen noch spontan gekocht und andächtig gegessen. Es ist schön zu wissen, dass sie irgendwie noch da sind und sich freuen, dass sie nicht vergessen, sondern immer noch geliebt werden.

    LG
    Liath

  2. Klingt nach einem wunderschönen und gelungenen Abend.
    Mir fällt es schwer Kontakt zu meinen Ahnen zu bekommen weil ich einfach nichts über sie weiß und auch nicht so wirklich jemanden hab den ich fragen kann, da der Kontakt zu meiner Familie eher sehr schlecht ist. 😦

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