Schwangerschaftsgedanken III

Das zweite Trimester liegt hinter mir, und nun beginnt der letzte Teil der Reise. Das zweite Trimester war wundervoll – mir ging es wunderbar, ich hatte viel Kraft und Energie und fühlte mich rundum wohl. Außerdem wurde ich immer stolzer, je runder der Bauch wurde – denn es war plötzlich für alle erkendlich, dass ein geheimnis unter meinem Herzen schlummert.

Jetzt beginnt die Zeit der Vorbereitung auf die Geburt, die ich noch ein wenig verdränge, denn wie wahrscheinlich die meisten Frauen (zumindest beim ersten Kind), so habe auch ich meine Ängste oder Befrüchtungen. Zwischendurch kommen diese Gedanken in mir hoch – es ist wie eine Wolke, die sich über mein fröhlich-schwanger-Gefühl legt…  Sorge, ob ich das schaffen kann, ob ich das aushalte. Ängste, mich dem hingeben zu müssen, dem Unbekannten…

Und dann kommt eine sanfte, vertraute uns sehr weise wirkende Stimme in mir hoch, die lesie zu mir flüstert, dass ich Vertrauen haben soll… in mich, meine Fähigkeiten und meinen Körper. Ich dürfte mich dem ganz einfach hingeben. So viele Ahninnen würden über mich wachen und mich begleiten – das kann nur gut gehen…
Schwangerschftsyoga hilft auch dabei – Atmen – Summen – Wiegen…

Brief an dich…

Ich wiege meinen Körper hin und her,
ganz in Gedanken an dich,
summe ich ein Lied,
das so alt ist, wie die Sonne.

Von weit her bist du gereist,
folgtest meinem Ruf, den ich aussand,
und bist nun hier und ruhst…
du träumst dein Leben,
träumst dich ins Leben…

Und ich singe dir von den Bäumen,
und von dem Himmel,
singe dir die Vögel und das Meer,
singe die große Welt ganz klein,
damit du sie jetzt schon umarmen kannst.

Alle Liebe liegt in dir…

 

Nachtrag:

In der aktuellen Ausgabe von „Natürlich vegetarisch“ ist ein großes „Schwangerschafts-Special“ zu finden – Je ein Artikel über die Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit mit den wichtigsten Nährstoffen dieser besonderen Zeiten und in welchen Lebensmitteln sie drinstecken. Außerdem wird die vegetarische Ernährung bei Säuglingen besprochen es gibt Infos über die Vor- und Nachteile von Gläschennahrung und Selbstgekochtem. Dann kann man noch erfahren, wie Kinder lernen Tiere zu essen (Buchempfehlung dazu: Schweinchen Hugo reißt aus), und ein Artikel wo eine vegane und eine vegetarische Mom über ihre Ernährung und die ihrer Söne sprechen.

Wie steht ihr zu einer veganen/vegetarischen Kinderernährung?
Was spricht eurer Meinung nach dafür/dagegen?
Und was haltet ihr von Gläschennahrung/Selbstgekochtem?

Ich bin auf eure Antworten sehr gespannt 🙂

Advertisements

13 Kommentare zu „Schwangerschaftsgedanken III

  1. Liebe Wölfin, ich kann dich sehr gut verstehen! Ich liebe schwanger sein – aber gebären ist für mich bislang der absolut beste Teil der Reise gewesen. Zu spüren, wie viel Kraft ich habe, wie viel ich aushalte, wie stark ich bin, wie viel Liebe um mich herum ist..
    Ich wünsche dir (und mir wieder) von ganzem Herzen eine kraftvolle, liebevolle, entspannte Geburt. Wenn du es irgendwie beeinflussen kannst, nimm keine Medikamente oder PDA oder so etwas. Das sieht zwar auf den ersten Blick nach Entlastung aus, kann aber böse enden. Hast du eine gute Hebamme? Und dich schon entschieden, wo du entbinden willst? Ich wünsche mir wieder eine Hausgeburt, falls du fragen hast, kannst du sie mir gerne stellen.
    Alles Liebe von Nina

    1. Danke für deinen liebevollen Kommentar. Derzeit habe ich noch gar nicht sooo viele Fragen, vielleicht kommt das aber nach und nach… Das Geburtsthema wird ja auch erst jetzt nach und nach präsenter, denn bisher war es etwas, was dann später irgendwann mal kommt ^^
      Ob ich eine „gute“ Hebamme habe, kann ich dir nicht sagen – habe ja keine Vergleiche – aber ich habe eine ^^ (erst seit kurzem) und ich fühle mich gut aufgehoben. Eine Hausgeburt fühlt sich für mich irgendwie „unsicher“ an, deswegen werde ich im KH entbinden – die auch eine Hebammen-Entbindung anbieten. Da fühle ich mich gut aufgehoben.
      Ich nehme dein Fragen-Angebot sehr gerne an ^^

      Was machst du, um dich auf die Geburt vor zu bereiten? (Außer Vorbereitungs-Kurse)

      Wölfische Grüße ^^

      1. Ich habe eine Hebamme, die ich nun schon lange kenne und die seit 30 Jahren Hausgeburten begleitet, sich regelmäßig fortbildet und im VPH Bensberg einen guten Ruf genießt. Ich vertraue ihr und stelle ihr ständig all meine Fragen. Das tue ich, um mich auf die Geburt vorzubereiten, sonst nichts. Einen GVK habe ich bei der Großen und bei der Mittleren gemacht, jetzt nicht. Und Schwangerschaftsyoga, aber das machst du ja auch.
        Eine Hausgeburt muss man wollen, klar, es nützt nichts, sich zu verkrampfen, weil man Angst hat. Sie ist aus vielen Gründen deutlich sicherer, als eine Krankenhausgeburt, aber ich will das gar nicht weiter ausführen, weil ich dich nicht missionieren will.
        Meine Kinder werden übrigens vegetarisch ernährt, das klappt prima, sie finden es gut und sind viel weniger krank als ihre omnivoren Freunde. Vegetarisch unterstützen auch alle Kinderärzte, mit denen ich bislang gesprochen habe. Bei vegan sieht das schon anders aus. Meine Kinder essen Eier und Milchprodukte, alleine schon, weil mein Mann und ihr Papa es auch tut. Wir wohnen ja nun auf dem Land, sehen täglich Kühe, Schafe, Hühner, etc „in Echt“. Ich finde es einfach schön, dass wir an diesen MItlebewesen vorbeigehen können ohne schlechtes Gewissen. Meine Große (4) weiss ganz genau, dass sie keine Tiere isst, dass andere Kinder es schon tun und warum wir es nicht tun. Wie gesagt, es fühlt sich einfach schön, harmonisch und friedlich an. Zu Gläschen und Fläschchen kann ich für mich nur sagen: Natürlich nur frisch gekocht. In der Theorie 😉 Spätestens ab dem zweiten Kind habe ich aber dann aus praktischen Gründen halt doch Bioobst aus dem Gläschen gegeben, wenn keine Zeit zum Schnippeln und MIxen war. Das hat ja aber noch eeeeeewig Zeit. Im ersten Jahr lief da bei uns nicht viel. Stillen rules!
        Kugelige Grüße von Nina

  2. Wenn ich deine Zeilen lese, kann ich deine Stärke und dein tiefes Vertrauen spüren. Alles was du für die Geburt benötigst, trägst du bereits in dir. Geburt ist Hingabe an den Moment und an das Sein. Loslassen und Vertrauen.

    Meine zweite Tochter habe ich allein mit meinem Mann zu Hause auf dem Weg zu uns begleitet. Es war mein bisher schönstes spirituelles Erlebnis und die schönste Meditation, die ich bisher erlebte!

    LG
    Sunny

  3. hallo!
    die angst und unsicherheit vor der ersten geburt kann ich dir sehr gut nachfühlen, war bei mir auch nicht viel anders. aber als es dann angefangen hat, da hatte ich nicht mehr viel zeit zu denken ;o)
    ich habe im kh entbunden und hatte eine ganz liebe hebamme. bei uns hier ist das mit der hebammenbetreuung nicht so üblich, die schwangerschaft wurde von meiner gyn begleitet, zu der ich aber ein sehr gutes verhältnis habe und von daher wars ok.

    nach der geburt – die meine war etwas lang und anstrengend – gings mir sehr gut, ich war total glücklich meinen kleinen endlich im arm zu halten und unendlich stolz auf meinen körper und wie toll er das alles hingekriegt hat.

    ich bin auch mit dem guten vorsatz gestartet, für meinen kleinen alles selber zu kochen … aber als das in zu großen stress auszuarten drohte, habe ich mich für biologische gläschen entschieden und bin damit super zurecht gekommen. da ist auch nichts drin, was nicht reingehört. und wenns mit dem stillen gut klappt, dann genieß es solange wie möglich :o)

    ganz liebe grüße und noch eine wunderbare kugelzeit
    ilona

    1. Wenn das Kindchen groß genug für Beikost ist, dann würde auch ich lieber kochen – aber ich kann verstehen, dass es im Alltag häufig schwierig ist, und man dann eher zum Glas greift (ist ja auch praktisch).
      Für unterwegs würde ich mir diese Option offen halten – aber bis dahin, selberkochen probieren 😉

      Ich denke, die Ängste und Sorgen kommen besonders von den „Horrorstories“, die man über Geburt und Co lesen kann ^^

  4. Wenn ich so lese was Du schreibst, kommt in mir der Gedanke auf, dass ein Baby vielleicht für mich irgendwann doch eine Idee sein könnte…

    Aber ich finds wahnsinnig wie schnell momentan die Zeit verfliegt…

  5. Zuerst einmal Glückwunsch zu Deiner (ersten) Schwangerschaft. Wenn ich Deine wunderschönen Zeilen lese, kann ich mich wieder genau daran erinnern, wie ich meine Tochter unter dem Herzen getragen habe und daran wie aufregend alles war. Meine Mutter sagte damals zu Dir „Genieß diese Zeit- nie wieder werdet ihr euch so nah sein.“ und sie hatte recht. Es ist ganz natürlich, dass Du Angst vor der Geburt hast und keiner kann Dir sagen wie es wird, weil es bei jedem anders ist, etwas ganz und gar einzigartiges, das man mit Worten nicht beschreiben kann. Aber nichts bringt eine Frau näher zu sich und lässt sie so über sich selbst hinauswachsen, wie die Erfahrung Leben zu schenken und zu behüten. Du wirst die großen Veränderungen, die sich im Zuge dieses Prozesses auf allen Ebenen Deines Seins vollziehen ja schon gespürt haben und wenn Du Dein Kind zum ersten Mal in den Armen hältst, wirst auch Du neugeboren werden. Du wirst eine Liebe und Kräfte in Dir entdecken, die Du nie für möglich gehalten hast.
    Ich wurde die Schwangerschaft über von meiner Gynäkologin betreut und habe mich aus einem Sicherheitsbedürfnis heraus dafür entschieden in einem Krankenhaus zu entbinden (was in meinem Fall auch das Richtige war). Kurz vor der Niederkunft habe ich eine wunderbare anthroposophisch orientierte Hebamme gefunden, die mich auch im Wochenbett und darüber hinaus noch begleitet hat und in der Klinik, wo meine Tochter zur Welt gekommen ist gearbeitet hat. Ich hoffe Du wirst, was Deinen Geburtsort und Deine Helfer angeht ebenso großes Glück haben wie ich.
    Sicher wirst Du Stillen. Im ersten Jahr braucht ein Kind kaum etwas anderes als Muttermilch. Es gibt jede Menge gutes Infomaterial von der „La Leche Liga“ dazu. Als meine Tochter nach zusätzlicher Nahrung verlangt hat, habe ich diese selbst hergestellt. Eine Freundin hat mir eine Kornmühle geschenkt, in der ich das Getreide für ihre Breie geschrotet habe. Obst und Gemüse habe ich frisch püriert. Ich empfehle Dir wärmstens „Das Breibuch“ von Sabine Deutscher, ein kleiner aber feiner Leitfaden für die biologische Ernährung des kleinen Kindes. Außerdem „Die Hebammensprechstunde“ von Ingeborg Stadelmann, „Sanfte Hände“ von Frederick Leboyer, „Ein Baby will getragen sein“ von Evelin Kirkilionis und „Schlafen und Wachen“ von William Sears. Über vegetarische/vegane Ernährung des Kindes lässt sich streiten, genauso wie über das Impfen. Ich denke da muss jeder nach reiflicher Einarbeitung in die Thematik seine eigene Entscheidung treffen. Ich bin für meine Ansichten oft angegriffen worden aber das wird jeder, der sich vom mainstream abwendet und in die Eigenverantwortung geht.
    Ich wünsche Dir weiter eine wunderbare Zeit und wenn Dir nach Austausch ist, kannst Du Dich jeder Zeit bei mir melden, ich würde mich sehr freuen.
    Alles Liebe!

    1. vielen lieben Dank, für diesen wunderbaren, berührenden Kommentar, für die Buchempfehlung un den Mut, den ich in deinen zeilen finden kann.
      Was den geburtsort angeht, so denke ich, habe ich den richtigen Ort gefunden – aber wissen kann man das natürlich erst hinter her 😉
      Ich versuche mich in Vertrauen hin zu geben – und in den Fluss des lebens ein zu tauchen. Dann wird sicher alles gut…
      Auf dein Angebot komme ich gerne zurück!

  6. hallo liebe wölfin,
    ich hab leider keine schöne geburtsgeschichte zu erzählen, aber vielleicht macht dir dies ja auch ein wenig mut: als ich sie brauchte, waren die schulmediziner da und haben mich und mein kind gerettet. ich wollte eigentlich eine hausgeburt, selbstbestimmt gebären, aber ich war unendlich dankbar, daß wir hier die möglichkeiten der schulmedizin ausnutzen können, wenn sie gebraucht werden. ich habe danach viele jahre damit zu gehabt, daß ich statt der hausgeburt einen kaiserschnitt hatte, und das auch noch unter vollnarkose, weil es damals auf sekunden ankam. heute blicke ich zurück, blicke auf diese eine (von unendlich vielen) narben und spüre, daß ich damit im frieden bin. es hat gebraucht, aber ich bin damit im reinen.

    zu ernährung: wir haben unseren sohn die ersten anderthalb jahre vollwertig-vegetarisch ernährt. danach wurde ich sehr krank und er war einige jahre bei den großeltern, wo er omnivore weißmehlkost bekommen hat. als er zu uns zurückkam, bekam er wieder vegetarische vollwertkost, bis wir dann vor fast zwei jahren auf vollwert-vegan umstellten. ich konnte also gut beobachten, wie er sich unter den verschiedenen ernährungsweisen entwickelte. vollwertig würde ich als das wichtigste bezeichnen, mit abstand. vegetarisch und vegan unterscheiden sich insofern, als daß er seit der veganen kost noch robuster und gesünder ist (viel weniger erkältungen, besseres immunsystem). omnivore weißmehlkost halte ich für ungeeignet: da war er praktisch von september bis mai erkältet, hatte mit warzen zu tun etc.

    wir haben in der breiphase meist selbstgekocht, vor allem getreidebrei mit obst oder gemüse. dazu einfach getreide nach wahl (wir nahmen hafer, der sehr mineralstoffreich ist) fein schroten, mit wasser und zermustem obst aufkochen, bis er dickt – fertig. davon hat sich unser kind täglich zwei portionen weggezogen 🙂 wenn ich für uns beim abendessen gemüse zubereitet habe, habe ich es nur sehr sparsam gesalzen (mache ich eigentlich eh) und für ihn ein bißchen was zermust, ohne sauce, ohne kräuter und so. im laufe der zeit können kinder das ja auch vertragen (ich fand, das ging total schnell rum, die zeit).

    vor ein paar wochen hat unser sohn dann gesagt, er wolle fleisch essen. da haben wir geantwortet, daß er sich von seinem taschengeld bereits zubereitetes fleisch aushäusig kaufen und auch aushäusig essen darf. das hat er genau ein einziges mal gemacht, danach war dann wohl der reiz weg *g* ich finde das sehr ermutigend.

  7. Hallo
    Ich bin Mutter von drei Kindern und lebe nun mittlerweile einigermassen vegan und so viel es gerade geht rohköstlich. Meine Kinder haben das recht anders zu essen, abe rbei mir zu hause gibt es nun mal das, was ich auch esse. Aber der Grund warum ich schreibe ist vielmehr, dass du dir überhaupt überlegen solltest, ob es denn eine Breiphase geben muss…
    Ich habe meiner ersten Tochter erstmal Brei gemacht, aber sie mochte ihn nicht und zwingen sollte man nunmal kein Kind zum essen. So habe ich ewig lange nur gestillt, dann fing sie gezwungenermassen an irgendwann selbts zu essen, was wir Erwachsenen uns machten, da meine Milch durch eine erneute Schwangerschaft zurückging. Da war sie 2 Jahre ungefähr. Also bis sie 2 war, wurde sie fast ausschliesslich gestillt, sie wollte nichts anderes, dann ass sie wie wir nur halt nicht scharf.
    Mein zweites Kind und mein drittes Kind wurden auch lange gestillt, hatten aber beide sehr grosses Interesse an jeglichem Essen. Und was soll ich sagen, ich habe auch dieses mal im Grunde genommen nicht für die beiden extra gekocht. Alles in den Mund zu stecken ist einfach super und so durften sie das bei mir auch, natürlich keine exakten Kugeln wie Erdnüsse zum Beispiel, da diese im Hals stecken bleiben können und verkleben und komplett verschliessen können: aber ein kleines Baby kann durchaus schon an Apfelstücken lutschen und eventuell auch abbeissen, sich leicht verschlucken und somit lernen alles falsch steckende richtig wieder hinauszuhusten. Brei war einfach nicht interessant für sie und das war mir nur recht. Ueberall auf der Welt essen die Babys das gleiche wie die Eltern, von Scharfem abgesehen und manchmal von der Mutter vorgekaut. Das wollte mein Dritter immer, dass ich ihm Cashewkerne vorkaue. (Im Speichel sind lebenswichtige Enzyme drin, deshalb sind Hunde auch wild auf den Speichel des Menschen)
    Lieben Gruss und das ist nur eine Anregung…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s