Rituale&Rhythmen

Wir alle haben viele kleine und große Alltagsrituale, die wir bewusst und unbewusst leben. Diese reichen vom morgendlichen Kaffee kochen bis zu den Jahreskreisfesten und geben uns in unserem Leben Halt und Orientierung. Außerdem helfen Rituale bei Übergängen und schwierigen Situationen, bieten die Möglichkeit zur Reflexion und zur Wertvermittlung. Sie bringen Orientierung und Struktur in unser Leben und sind besonders für Kinder wichtig, um Beständigkeit und Sicherheit zu gewinnen.

So war es nur sinnvoll, mal bei usn selber zu schauen, welche Alltagsrituale wir denn so durchführen, welche wir in unserer Kindheit geliebt haben, und welche wir gerne neu einführen möchten, wenn das Zwergenwesen dann endlich da ist 😉 Schließlich ist dies ja ein großes Ziel von mir von meiner 100 Things-To-Do-Liste….
Wir schauten uns unseren Alltag an, und entdeckten folgende Rituale, die wir im Alltag umsetzen:
* Morgenrituale (Carokaffee kochen, Katerchen versorgen…)
* Abendrituale (Zähneputzen, reinigen, lesen,…)
* gemeinsame Mahlzeiten einnehmen
* Wochenrituale (Wohnungsreinigung, Einkaufstage… und co)
* und mehr

Außerdem schauten wir uns auch noch die Jahreszeitenrituale an… wie lief das damals bei uns ab? Was mochten wir? Was gar nicht? Wie hat sich das Fest jetzt verändert? Was möchten wir beibehalten und was nicht? (denn ein Kind bietet auch immer die Möglichkeit, alte Rituale zu verändern, neue ein zu führen) Auch in unserer eigenen „Schatztuhe“ schauten wir nach… Was hat uns als Kind besonders gut gefallen? Was haben wir selber als sinnvoll erlebt?
Ganz besonders hoch im Kurs stand da bei mir, das abendliche Vorlesen… Pipi Langstrumpf und Mecki mochte ich besonders gerne… Und ich habe es geliebt, mir zum einschlafen die „kleine Nachtmusik“ an zu hören.

(Bildquelle)

Das Buch, von C. Langlotz& B. Bingel,  habe ich mir ganz frisch aus der Bücherei ausgeliehen, und es steckt voller Anregung für kleine und große Rituale

Wie war das bei euch? Welche Rituale habt ihr immer geliebt (egal ob tgl oder jährlich)Welche Rituale führt ihr mit euren Kindern durch? welches sind die Lieblingsrituale eurer Kinder?
Oder welche Rituale würdet ihr mit euren Kindern durchführen?
Plaudert doch auch ein wenig aus eurem „Schatzkästchen“

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8 Kommentare zu „Rituale&Rhythmen

  1. Schön, dass du hier dazu einlädst, eine gemeinsame Schatztruhe zu erstellen. Hm, welche Rituale habe ich besonders geliebt? Meine Eltern waren selbständig, und mir war z.B. die Zeit mit meinem Vater abends sehr wichtig, wo wir ganz allein waren, erzählten und Mau Mau gespielt haben. Ebenso wichtig für mich war das nachmittägliche Vorlesen bei meiner Omi, die oft auf uns aufgepasst hat. Das ist eine meiner frühsten Kindheitserinnerungen. Mit meiner Mutter habe ich wenig gemacht, aber das gemeinsame weihnachtliche Plätzchen-Backen ist mir so plastisch in Erinnerung geblieben, als wär´s gestern gewesen.
    Ich habe noch keine Kinder. Welche Rituale ich mit ihnen teilen würde? Oh, da fällt mir schon einiges ein. Ganz sicher das Vorlesen und ein kindgerechtes Begehen der Jahreskreisfeste. Ich erlebe Ruhe für mich als sehr wichtig. So würde ich versuchen, auh da kleine Momente gemeinsam zu gestalten, um auch das als Karaftquelle zu vermitteln. Ich bin sehr gespannt auf eure Schätze.

    Danke für deine immer wieder inspirierenden Beiträge!

    Alles Liebe, Momo

  2. Das ist ein schönes Thema. Mein kleienr ist vor kurzem zwei geworden und wir haben uns unsere kleinen Rituale inzwischen zusammen gesucht.
    Ganz wichtig sind morgens und abends Hände waschen und Zähne putzen. Das gibt ihm immer ein Zeichen, dass es bald weitergeht – entweder in die Kita oder ins Bett. Wir hatten es mit abends vorlesen oder vorsingen (eine meiner schönsten Erinnerungen), aber am besten klappt es mit verabschieden. Erst wird evtuellem Besuch gute Nacht gewünscht, dann geht es je nach Wetter ans Fenster oder auf den Balkon und dann wird auch das gute Nacht gewünscht. Feste „STellen“ sind da der Kirchturm, Sonne/Wolken/Mond (was man halt sieht) und dann noch was halt sein Interesse weckt. Danach geht er immer mit einem Lächeln ins Bett ^^
    Ansonsten gehört der Samstageinkauf ganz fest ins Programm.
    Was die Jahreszeiten angeht, machen wir ihn bei Spaziergängen halt auf das eine oder andere aufmerksam, aber das wird in den nächsten Jahren bestimmt noch intensiver.

    Liebe Grüße Elfi

  3. Hallo liebe Ana,

    ja, ein schönes Thema schneidest Du da mal wieder an…! Du machst Dir wirklich gute Gedanken…! 🙂

    Ja, für mich waren besonders das abendliche Vorlesen und das Beisammensein mit meinen beiden Eltern am Wochenende, meistens verbunden mit einem schönen Ausflug in den Wald, ans Meer oder natürlich das Gärtnern in unserem Garten wichtig. Glaube ich. Das sind zumindest die Dinge, die mir am positivsten im Gedächtnis geblieben sind. Gemeinsame Mahlzeiten finde ich auch sehr wichtig. Ich würde mit meinem eigenen Kind zusätzlich sehr gern einen täglichen kleinen Spaziergang nach dem Frühstück etablieren. Und wenn es etwas älter ist, spielerische Meditationen am Abend. Und jahreszeitenbezogenes Basteln und Backen/Kochen. Sowas hab‘ ich mit meiner Mutter übrigens auch viel gemacht… Zähneputzen, Waschen/Duschen etc. sind jawohl selbstverständlich… (Wenn auch nicht in jeder Familie… Das stimmt wohl…)

    Einen Vorschlag würde ich gern machen wollen: Ich würde dafür plädieren, Jahreskreis-, Übergangs- Heil- oder andere spirituell-orientierte Rituale, die meist eine speziell ausgearbeitete Struktur haben und die man auch als ‚Zeremonien‘ bezeichnen kann, nicht mit in den Topf der ‚Alltagsrituale‘ stecken. Ich finde, da gibt es einen gewaltigen Unterschied. Ich bin der Meinung, für ein ‚echtes‘ Ritual muss ein besonderer Raum gehalten werden, Energie gehalten werden, naja, und Du weißt, was so alles dazu gehört. Es wäre schade, Jahreskreisrituale einfach zu ‚Routinen‘ werden zu lassen… Ich finde, das wäre nicht angemessen… Ein Ritual sollte jedes Mal etwas Besonderes sein…! 🙂

    ´Knuffels von Aine

  4. Wir haben ja keine Kinder bzw. keine leiblichen („nur“ unsere Samtpfoten). Aber als ich klein war sind meine Eltern fast jeden Sonntag mit mir und den Großeltern mütterlicher Seits auf einen Ausflug gefahren. Im Wald spazieren gehen, Tiere gucken, ggf. sogar füttern, durch alte Döfchen trotten, Schlösser anschauen… Das ist etwas, das ich sehr mochte. Irgendwie bedauere ich manchamal dass es heut zu Tage nicht mehr so ist. Bzw. dass wir eben selber nicht so die Zeit dafür haben. Und wenn, dann haben wir uns häufig schon was anderes vorgenommen… Also Unternehmungen in der Natur jedenfalls, das ist toll und super wichtig für Kinder, finde ich…

  5. Ich persönlich erinnere mich kaum an etwas aus meiner Kindheit. Irgendwie ist vieles einfach nur verschwommen. Und ich weiß kaum etwas von dem noch was ich mit meinen Eltern gemacht habe. Ich kann mich nicht erinnern, irgendwas vorgelesen bekommen zu haben oder irgendwas in der Richtung….
    Aber ich erinnere mich, dass mein Vater und ich regelmässig Donnerstags zusammen in die Stadt gefahren sind um zu bummeln. Das war immer schön.

  6. Meine Lieblingsrituale in der Kindheit waren
    -Abends vorlesen aus einem Buch namens Märchentruhe
    – Sonntags Löwenzahn und Siebenstein schauen und danach Hähnchen essen, das mein Vater gekocht hat
    – Jeden Herbst einen Waldorfbasar in Bonn besuchen, Nussschalen-Schiffchen schwimmen lassen, Edelsteine aussuchen und selbstgemachte Pizza essen
    – Im Sommer mit der Familie meiner Tante grillen, wenn Sternschnuppennacht ist und Glühwürmchen suchen mit meinen Cousinen
    – Sommerurlaub in einem kleinen Bergdorf in Italien
    – An Silvester mit meinem Zwillingsbruder und dem Sohn von Freunden meiner Eltern in der Kinderküche ein aufwändiges Silvestermenü aus Plastik kochen 😊
    – Im Winter den Luziamarkt in der Gegend besuchen und der Kerzen-gekrönten Luzia zuschauen
    – Gemeinsam mit der Grossfamilie auf den Nikolaus warten und Lieder singen
    – Nüsse von unserem Walnussbaum sammeln im Herbst
    – Mich verkleiden an Karneval
    – Hexenhäuschen backen in der Adventszeit
    Ach, das ist bestimmt ein schönes Projekt, zusammen mit seinen Kindern neue Rituale einzuführen! Freue ich mich jetzt schon drauf 😊

  7. Ich hatte keine Rituale als Kind, keine, ab die ich mich erinnere, bzw. die besonders schön waren.
    Heute ist mein liebstes Ritual das Gassigehen. Morgens das erste, abends das letzte, was ich tue, jeden Tag. Natürlich gibt es dann noch die große Mittagsrunde und die Runde vor dem Abendessen.
    Ein weniger beliebtes Ritual das Sonntägliche wohnungsputzen….. 😉
    Dafür habe ich im Moment das Ritual, abends mein Hörbuch zu hören und meine Socken zu stricken.
    Bis auf das Gassigehen sind mir Rituale nicht sehr wichtig. Ich mache das meiste einfach nach meiner aktuellen Laune und intuitiv.

  8. Bei mir war es das Vorlesen im Bett abends (bis ich selber lesen konnte) und am Wochenende waren meine Eltern mit mir immer draußen (wandern, Bergtouren, radeln, Skifahren, Rodeln, Schlittschuhlaufen auf dem zugefrorenen See, Schwimmen im See oder im Freibad). Da habe ich wohl auch die Liebe zur Natur her und meinen Bücherwahn 🙂

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