Schneeglöckchen

Die Welt scheint noch still im Winterschlaf zu liegen, als eines kalten Morgens die kleine grüne Pflanze, die vor ein paar Tagen sich aus dem gefrorenem Boden erhob, ihre kleinen weißen Blüten öffnete… War da nicht ein leises Klingen zu hören? Die Amsel meinte da etwas zu hören – und auch das Eichhörnchen hatte da was vernommen – und so näherten sie sich neugierig der kleinen Pflanze. Sie wirkte so klein und zart und zerbrechlich. Wie konnte sie nur bei so einer Witterung wachsen?

Da war es wieder: ein leises aber bestimmendes Klingen. Noch näher kamen Amsel und Eichhorn und da bemerkten sie, dass dieses seltsame Klingen, von diesesn kleinem Blümchen ausging. „Was ist das für ein Klingen?“ fragte die Amsel. Und die Pflanze hob ihre Blüten empor und sprach: „Das ist der Ruf des Frühlings – die Welt hat nun lange genug geschlafen, und es wird Zeit, dass sich die Natur wieder erhebt.“ Und das Eichhörnchen verstand sofort: „Du weckst also die erde auf?“ „Ja, so ist es!“ verkündete das Pflänzlein.

Da freuten sich die Amsel und das Eichhörnchen, und nannten das Blümelein „Schneeglöckchen“

Auch gerade frisch im Schöppchen gesprossen *klick*

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5 Kommentare zu „Schneeglöckchen

  1. Wunderschöne Geschichte. Und natürlich wunderschöne Werke, die du da wieder gezaubert hast.
    Ja, der Frühling klopft tatsächlich schon leise an..

    Alles Liebe,
    Raven

  2. Der Herr hat alles erschaffen: Gras und Kräuter und Blumen. Er hatte ihnen die schönsten Farben gegeben. Zuletzt machte er nun noch den Schnee und sagte zu ihm: „Die Farbe kannst du dir selbst aussuchen. So einer wie du, der alles frisst, wird ja wohl etwas finden.“

    Der Schnee ging also zum Gras und sagte: „Gib mir deine grüne Farbe!“

    Er ging zur Rose und bat sie um ihr rotes Kleid. Er ging zum Veilchen und dann zur Sonnenblume. Denn er war eitel. Er wollte einen schönen Rock haben. Aber Gras und Blumen lachten ihn aus und schickten ihn fort.

    Da setzte er sich zum Schneeglöckchen und sagte betrübt: „Wenn mir niemand eine Farbe gibt, so ergeht es mir wie dem Wind. Der ist auch nur darum so bös, weil man ihn nicht sieht.“

    Da erbarmte sich das Schneeglöckchen und sprach: „Wenn dir mein Mäntelchen gefällt, kannst du es nehmen.“

    Der Schnee nahm das Mäntelchen und ist seitdem weiss.

    Aber allen Blumen ist er er seitdem feind, nur nicht dem Schneeglöckchen.

    Natursagen : Eine Sammlung naturdeutender Sagen, Märchen, Fabeln und Legenden
    Oskar Dähnhardt

    LG
    Karmi

  3. Die Schneeglöckchen sind ja bezaubernd!
    Bei uns schieben auch grade die ersten aus dem Boden, blühen aber noch nicht. Jetzt liegt eh wieder Schnee drüber.

  4. Schöne Glöckchen! Hier blühen sie schon und lassen mein Herz ein bisschen schneller schlagen … es wird Frühling!

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