Wartestellung…

Dem Bauchzwerg und mir geht es wirklich ausgezeichnet – ich kann zwar kaum noch laufen und bin nach einem kleinen Spaziergang oder nachdem ich den haushalt erledigt habe, meist völlig platt. Zwischendurch weht die ein oder andere Wehe hindurch, aber der Zwerg nutzt die zeit, die er so hat, scheinbar auch aus. Dieser Genießer 🙂

In der Zwischenzeit mache ich mir so meine Gedanken, wie mich das Ganze wohl verändern wird – in meinem Denken und handeln – aber auch meinen Körper und in meinen Prioritäten. Ist es an der Zeit sich neu zu erfinden? Und wo fängt man da an? Holt man sich irgendwoher ein paar Inspirationen und setzt sie dann um? Und wohin soll die Veränderung mich bringen? Was ist das Ziel? Und muss es überhaupt eines geben?

Vielleicht sollte ich bei kleinen Dingen beginnen? Neue interessante Musikstücke hören (z.B. Nick Cave & The Bad Seeds) – oder Dinge malen, die ich bisher nicht gemalt habe – über Dinge schreiben, über die ich noch nie schrieb…

Es fühlt sich ein wenig an, als stünde ich zwischen den Welten – etwas Altes geht zu Ende, aber etwas Neues hat noch nicht begonnen – ich bin quasi in einer „Wartestellung“ – ähnlich wie die Natur da draußen… ch warte auf das neue Licht (das Kindchen) – und es wird mich sicherlich aufwecken, auf die ein oder andere Art – oder etwas in mir erwecken, was bisher schlief (mein Mutter-Selbst).

Und so fühle ich mich ein wenig, wie der Samen in der Erde, der darauf wartet, dass es draußen wärmer wird, und ich mich aus der kalten Erde erheben kann, um zu wachsen und zu blühen…

Habt ihr euch schon neu erfunden? Und wie habt ihr es gemacht?
Seid ihr euren Träumen gefolgt?

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7 Kommentare zu „Wartestellung…

  1. Ich glaube man erfindet sich im Leben immer wieder auf die eine oder andere Art neu und dass dies quasi automatisch passiert… In Deinem Fall – Mutterwerden – gehe ich eigentlich fest davon aus, dass Du Dich ganz von selbst in die neue Rolle einfügen und somit auch ein wenig ein anderer Mensch werden wirst. So kommt es dann vermutlich dass Du automatisch über andere Dinge schreibst, Dir neue Gedanken machst und plötzlich teilweise ganz andere Interessen entwickelst… Ich glaube diese Gedankengänge bei Dir stellen sich „nur“ ein, weil Du sehr viel bewußter mit Deiner Schwangerschaft umgehst als die allermeisten Frauen, die ich so kenne… (und das finde ich sehr positiv)

  2. Ich schließe mich Athena an. Allein wenn man nur deinen Blog liest, merkt man auch, wie du dich immer wieder neu erfindest, neue Lebensweisen und Gedanken findest – vegan, plastikfrei, spirituelle Entwicklungen, dann wirst du noch Mutter, gehst also in ein ganz neues Lebensstadium über, das sicher mehr Veränderungen bereit hält, als du es dir bisher vorstellen kannst. 😉

  3. Ich wünsche dir alles Gute für die letzten Schwangerschaftstage! Sicher, es wird sich ganz viel ändern und man kann sich gut darauf vorbereiten, so wie du es gemacht hast, indem du dich so bewusst mit deiner Schwangerschaft auseinandergesetzt hast und natürlich auch mit praktischen Dingen wie Nestbau. Für mich hat es nach der ersten (Früh)Geburt ein bisschen gebraucht, bis ich mich in meine neue Rolle eingefunden hatte, und dann bin ich aber so richtig aufgeblüht. Daher finde ich, dass dein Bild vom Samen in der Erde sehr passend gewählt ist. Erst einmal muss frau sich aber dem Wundern und Staunen hingeben. Im positiven Sinne – das Staunen über das wunderbare neue Menschlein – und auch im negativen Sinne – das Staunen darüber, dass es wirklich möglich ist, dass du als Mama in der ersten Zeit kaum zum Duschen, Kochen, … kommst und wie fordernd es tatsächlich ist, für so ein kleines Wesen da zu sein. Ich glaube nicht, dass du dich extra neu erfinden musst, du wirst Schritt für Schritt ganz natürlich wachsen – und alles wird gut sein, denn dein Kind hat sich ja unter allen Müttern DICH ausgesucht!
    Alles Liebe, Katharina

  4. Es ist bereits alles gesagt worden…..vielleicht nur noch „Der Weg ist das Ziel“, geniesse jeden einzelnen Schritt, Du wirst die Zeichen erkennen und so gemeinsam mit dem neuen Menschlein wachsen…..
    Alles Liebe
    Silberweide

  5. dieses sich-neu-erfinden, das verstehe ich als leben. es passiert einfach. es ist so wichtig wie atmen.
    in bezug auf meine mutterschaft würde ich sagen: mutter zu werden hat mich verändert, aber mutter zu sein noch viel mehr. zu letzterem gehörte für mich auch die harte erkenntnis, daß ich keine symbiose will, auch nicht mit meinem kind. ich mußte auf die harte tour lernen, daß es offenbar für mein kind genauso wichtig ist wie für mich, daß wir zwei voneinander unabhängigen persönlichkeiten sind, natürlich mit vielen berührungspunkten, aber ohne einander zu bedingen und ohne voneinander abzuhängen.

  6. ich verfolge deine Posts ganz gespannt und freu mich auf die zukünftigen 🙂

    Das Geburtsmala hat mich total fasziniert und ich glaub ich muss dir die Idee „klauen“ 😉

    Ganz liebe Grüße
    Frau Hase

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