Heilbad

Das kleine Wolfskind und ich sind ja leider um die Erfahrung einer „natürlichen“ Geburt gekommen, aber unsere Hebamme hat mit uns drein dann ein kleines „Heilbad“ gemacht, was die Erfahrung einer natürlichen Geburt für das Kind und für die Mutter nachempfindet. Ein solches Heilbad wird auch in dem Buch „Kaiserschnitt&Kaiserschnittmütter“ erwähnt, und ich habe mich richtig gefreut, dass sie es mit uns durchführen wollte.

Wir schufen eine angenehme Athmosphäre im Schlafzimmer und staffierten das Bett mit allerhand Handtücher aus, legten zwei Stück zum anwärmen in den Ofen und holten die Kinderbadewanne in den Raum, nachdem wir sie mit Wasser gefüllt hatten. Das Wolfsbaby wurde entkleidet, und ich legte mich ebenfalls fast nackt unter die warme Decke ins Bett, um schon mal „vor zu heißen“. Der Herzmann badete dann den kleinen Frosch und die Hebamme holte die warmen Handtücher. Als der Frosch genug vom Wasser hatte, nahm die Hebamme ihn entgegen und legte ihn mir, nass wie er war, auf die nackte Brust.

Erst schrie er, dann schaute er und dann begann er zu suchen. Da iwr so einige Stillproblemchen haben, dauerte es dann ein wenig, bis wir ihn angelegt bekamen, und dann lagen wir da… alle gerührt von der Situation. Der Herzmann legte sich dazu.. so lagen wir dort und schliefen irgendwann alle ein…

Ich habe das Gefühl, dass es uns ein wenig entspannte – er braucht so viel Nähe, der Kleine, dass ihm das nackte Gekuschel sehr gut getan hat… ich denke, wir werden das noch ein paar Mal wiederholen…

Auch ein Heilgespräch habe ich mit ihm geführt, wobei ich ihm versucht habe zu erklären, warum es zu dem Stress der Geburt und der schwierigeren Zeit danach gekommen ist…
Was habt ihr gemacht?

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6 Kommentare zu „Heilbad

  1. Das hört sich wunderbar an. In den 70igern war so etwas nicht möglich, Ich habe mein Kind angezogen erst am 3. Tag zum füttern bekommen. Kein Stillen möglich wurde mir gesagt. Ach ich will gar nicht mehr daran denken, weil es so furchtbar schrecklich war. Um so mehr freue ich mich, dass es heute so viele schöne Möglichkeiten gibt.

  2. mein sohn blieb nach der geburt zwei monate im krankenhaus. wir sind jeden tag hingefahren (oft sogar mehrmals, andere stadt) und haben „gekängurut“. den kleinen haut auf haut auf den arm genommen, stundenlang. mit ihm geschmust, geredet, leise gesungen. das hat uns allen total gut getan. wir hatten damals das zufriedenste kind auf der ganzen intensiv.

  3. Das klingt wunderschön und hat Euch sicher allen gut getan! Hör auf Dein Gefühl, viel Kuscheln ist gut, da werden Glückshormone frei, und ich wünsche Dir, dass Ihr in diesen innigen Momenten immer mehr zueinanderfindet. Alles Liebe, Martina 🙂

  4. Wir haben das auch gemacht und ich hatte auch das Gefühl, dass es uns beiden gut getan hat. Habe mich viel mit ihm auf der Brust Haut an Haut (oder mein Mann) hingelegt. Es war so toll!

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