(Schamagisch) – Samhain-Rückblick

Samhain stellt für mich nicht nur eine Übergang in die dunkle Jahreszeit dar, sondern ist und war für mich immer ein Ahnenfest. Schon als Kind nahm mich mein Opa mit auf den Friedhof, um seiner Mutter ein Lichtlein zu bringen. Es lag nicht selten Schnee…

Nachdem auch mein Opa gestorben war, gingen meine Mom und ich zu seinem Grab, um ihn ein Licht zu bringen, und um symbolisch mit ihm zu essen und zu trinken.

Dieses Jahr sollte für mich aber auch, in mehrfacher Hinsicht, ein Übergang werden – ins neue Hexenjahr, eine neue Lebensweise, eine neue Ernährung und dann kommt auch noch jobmäßig sicherlich bald etwas „neues“ (weil mit Kind alles andere nicht mehr umsetztbar ist). Ganz besonders wichtig war mir das Loslassen.

So schrieben der Herzmann und ich eine Liste, mit Dingen, die wir gerne loslassen wollten – das waren bei mir schmerzhafte Erinnerungen an Geburt und Enttäuschungen z.B. über das „Nicht-Stillen-Können“, aber auch Ängste und Sorgen. Der Zettel wurde dann zu einem Kranich gefaltet (nach einem „Sterbelied“ – Buzzard call you back to the wild land
Heron fly you home
) und dann wurde der Kranich dem Feuer übergeben, in dem dann all unsere aufgelisteten Dinge, verbrannten.

Ich fühlte mich schon direkt danach erleichtert – und so aßen wir gemeinsam (mit den Ahnen) einen Apfel und behielten die Kerne, die nun auf dem Altar, zu Füßen der dunklen Göttin, ruhen.

Um meinen Ahnen zu denken, habe ich „Seelen-Zöpfe“ gestaltet, die ich an den „Lebensbaum“ gehängt habe.

Bestimmte einzelne Zöpfe gelten bestimmten Personen und dann ist einer, der meinen ganzen Ahnen gilt, die ich weder namentlich, noch persönlich kenne.

Außerdem beginnt auch die zweite Spirale in meiner „Priesterinnen-Ausbildung“ nach dem Buch von Kathy Jones… leider jhabe ich in dem vergangenem Jahr, nicht viel Kreatives gestalten können, und hoffe, es in diesem Jahr nach zu holen.

Alruna geht nun auch in die zweite Spirale, und wird sicherlich wieder auf ihrem Blog berichten

Außerdem habe ich bemerkt, dass eine Göttin ihr „Unwesen“ im Netz treibt.  Die dunkle Göttin auf meinem Altar wollte dieses Jahr unbedingt Hekate werden – und auch bei Liath und Athena ist sie sehr präsent gewesen

Green Mareen hatte eine ganz tolle Idee – sie hat „20 Fakten“ über ihre Großeltern geschrieben.

Ich hoffe auf einen neustart – ich brauche ganz dringend einen Neustart…

Wie geht es euch?

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10 Kommentare zu „(Schamagisch) – Samhain-Rückblick

  1. Liebe Wölfin,
    Du hast wieder schöne Ideen zum Fest gehabt. Ich hoffe, ihr konntet es genießen.
    Ich habe gestern in kleiner Runde mit einer Freundin gefeiert, zu Füßen der Wodanseiche, über die ich bei mir schon mal berichtet habe. Ein ganz wundervoller und magischer Ort und ein ebenso schöner Abend.

    Ich wünsche euch alles gute für die kommende dunkle Zeit.

  2. Ein schöner Altar, und wieder sehr kreativ!
    Für mich fühlt es sich dieses Jahr sehr an, als ob mit Samhain etwas zu Ende ging und ein neuer Abschnitt vor mir liegt. Ich bin froh, dass der Oktober vorbei ist und hoffe ebenfalls auf einen guten Neustart.
    Es hat sich viel bewegt während der letzten Umdrehung des Jahresrades, in mir und auch um mich herum. Eine gewisse Schwere lag und liegt auf mir, die ich unbedingt wieder abschütteln will. Wahrscheinlich kann man keine solche Ausbildung machen, ohne dass sich etwas verändert. Ich bin gespannt, wohin die Reise noch geht.
    Ja, auch bei mir ist Hekate immer noch sehr präsent 🙂
    Auf in die zweite Spirale und hoch die Tassen auf einen segensreichen Neustart!
    Alles Liebe
    Alruna

  3. Mein Neustart geht langsam, sehr langsam von Statten… Den brauchte ich allerdings schon seit gefühlten zwei Jahren. So lasse ich mir Zeit. Seit Mai starte ich langsam vor mich hin 😉
    Ich wünsche dir alles gute bei deinem Neustart! Ihr habt ihn ja wunderbar begonnen, da kann er nicht einfach so wegbleiben 🙂

  4. Die Ahnenzöpfe sind sehr schön, liebe Wölfin, eine gute Idee! Ich habe nach einem gemeinsamen Essen für meine Ahnen und die meines Freundes heute noch eine letzte Runde zu dem Totenaltar der mexikanischen Dias de los Muertos in Hamburg gedreht. Damit beschließe ich jetzt den Übergang in die dunkle Jahreszeit und beginne, mich auf Yul zu freuen 🙂

  5. Ein sehr schöner Altar, liebe Wölfin. Mein Gruppensamhain war, was das Ritual anging, sehr ähnlich. Auch wir haben Dinge dem Feuer übergeben, die wir loslassen wollen und es hat sich gut angefühlt (auch wenn wir dabei fast einen Tisch angezündet hätten ^^).
    Ich hoffe, du startest in eine wundervolle neue Zeit mit dem Schutz und Segen von Hekate!

  6. hej schön! Die Seelenzöpfe sind eine schöne Idee. Wir haben im Wald gefeiert, stiller als sonst, auch weil der tod dieses Jahr an unsere Tür geklopft hatte. Aber es war schön und heilsam. Und verblogbar;)

  7. Liebe Wölfin,
    hast du meine Email bekommen? Ich wollte mich nämlich ganz herzlich für deine lieben Kommentare bedanken =)
    Herbstliche Grüße,
    Atessa

  8. Das ist wunderschön ❤
    Hekate begleitet mich nun seit über einem Jahr und ich würde sie als "meine Göttin" und meine "Mutter" bezeichnen. Sie ist jeden Tag und permanent für mich präsent, wie keine andere und ich weiß dass es so sein soll. Ich wünsche mir auch noch eine Figur von ihr. Aber Deine dunkle Göttin ist auch wunderschön. Genau nach meinem Geschmack )o(

  9. P.S. Habe gerade gesehen dass Du da einen passwort-geschützten Beitrag hast. Also wenn es DIr nicht zu persönlich ist würde ich mich über das Passwort per e-mail sehr frreuen.
    Aber natürlich nur wenn Du magst.

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