Wie man als Mutter aktive Spiritualität praktizieren kann

Wenn man sein Leben ein wenig umgestalten möchte, sich vielleicht etwas mehr um sich kümmern will, oder zaghafte Schritte auf dem Weg der Spiritualität (egal welche Richtung) machen will, stoßt irgendwann einmal auf „Lebensroutinen“, die man in seinem Leben verankern könnte/sollte/müsste…

Bevor ich Mutter wurde, war es ja schon schwer, das ein oder andere konsequent durch zu führen – aber jetzt? An manchen Tagen kommt es mir wie eine Unmöglichkeit vor…  Doch ich wäre keine wilde Wölfin, wenn ich nicht auch wild und wunderbar mein leben gestalten wollen würde… also findet man seinen Weg… und vielleicht hilft es dir, deinen eigenen zu finden – oder den Mut, einen ersten Schritt zu wagen.

Bei diesen „Routinen“ geht es besonders um ein „gesünderes“ Leben – was Körper und Geist mit einschließt…

1. Genügend Schlaf

Ich muss leider gestehen, dass ich nicht genügend – oder erholsamen Schlaf bekomme. Das Föschlein wacht nachts immer noch mehrfach auf, braucht Liebe und Zuwendung, und mindestens einmal auch Milch. Außerdem bin ich wohl mit einem Jungen gesegnet, der wie ich als Kind, mit wenig Schlaf aus kommt. Das liegt vermutlich daran, dass wir sehr tief schlafen… naja, bei mir könnte ich wohl besser sagen „schliefen“ – denn seit dem der kleine Frosch da ist, schlafe ich nicht mehr tief… Ich habe schon versucht, mich tagsüber mit ihm hin zu legen, um den geringeren, und vor allen wenig erholsameren Schlaf, nach zu holen, doch das funktioniert für mich nicht. Wie als Kind auch schon, bin ich nicht für Mittagsschläfchen geeignet. Egal wie lange/kurz das Schläfchen auch war, ich fühle mich danach, als hätte mich ein LKW überfahren, und komme schwer in die Gänge.

How to deal with it:

Bei „normaler“ Schlafmenge, aber Müdigkeit hilft es mir, morgens bösen Kaffee zu trinken und danach direkt mit dem Tagewerk zu beginnen! Manchmal nehme ich auch den Kaffee auch schon mit ins Bad… das sind dann die „Turbotage“. Ach – und ich gehe früher schlafen… viiiieeel früher. und dann ist da die Sache mit „einfach annehmen“ – das geht tagsüber ganz gut, funktioniert nachts aber nur mäßig *kicher*

2. Meditieren

Oh ja, das ist wahrlich etwas, was ich gerne in meine Routine einbauen würde… mhmm … leider klappt das bisher nicht so gut. Morgens fällt es mir schwer zu meditieren, weil der Frosch um mich herum springt, und mir selten die Pause gönnt, die ich für eine 10-15 Minuten Meditation bräuchte. Also plante ich meine Meditationen am Abend ein – der Zwerg würde schon schlafen und dann… tadaaa – war nix mit meditieren. Entweder, weil der Zwerg nicht schlafen wollte (was derzeit häufiger vor kommt), oder ich viel zu geschafft war, um mich achtsam einer Meditation (geführt oder still) hin zu geben…

How to deal with it:

Auf dem Yogafestival im vergangenem Jahr mit dem Zombiekätzchen, haben wir eine Gehmeditation unternommen, die sehr angenehm war. Diese Variante funktioniert sehr für mich: Ich schnappe mir den Zwerg, packe ihn in den Manduka und gehe mit ihm spazieren. Während er die Luft, die Eindrücke und all das genießt, bin ich beim gehen – und gehe nur… Das hilft mir, auch wenn ich einmal einen schlechten Tag habe! Darüber schreibe ich gerne einen separaten Beitrag, wenn gewünscht. Außerdem kann man so direkt einen weiteren Punkt abdecken:

3. Täglich Zeit in der Natur verbringen

Es gibt diese Tage, da ist es grau in grau, kalt und eher nicht einladend, nach draußen zu gehen. Mal einen Tag aus zu setzten, ist ja auch nicht tragisch, doch wenn eine ganze Woche so unangenehm ist…

How to deal with it:

… bringe ich Glas und Altpapier weg! Zu Fuß, mit Zwerg. Es ist nicht weit, es dauert nicht lange – aber wir waren draußen!

4. anders denken

„Wenn ich erst x – dann bin ich glücklich“ oder „damals war alles besser“ oder „anderen geht es besser, weil X und ich x nicht!“ und so weiter… ja, davon kann ich mich nicht frei sprechen… An manchen tagen braucht es nur einen kleinen Anstupser und schon wir der ganze Tag schlecht bagatellisiert – vielleicht sogar das ganze Leben. Wie soll man das nur ändern? Besonders in Zeiten, wo es einem nicht sooo gut geht, fällt es einem seeehr schwer, etwas anderes zu denken.

How to deal with it:

Es wollen! Eine Veränderung wollen, ist ein Grundstein, denn dann ist man bereit, etwas zu verändern… Hier hängen z.B. Affirmationen am Spiegel, die man sich morgens ins Gesicht sagen kann. An manchen tagen funktioniert es, an manchen nicht so wirklich. Dann gibt es da noch diverse Selbsthilfe-Bücher, die man verwenden kann. Karmi und ich nutzen z.B. die Bücher von Gabrielle Bernstein (dazu demnächst mehr). Wenn es dann Tage gibt, an denen Affirmationen oder „Annehmen“ nichts nützen hilft „vergeben“. Dann vergebe ich mir, dass es nicht geklappt hat, aber ich hab es wenigstens versucht (das gibt mir ein besseres Gefühl, als wenn ich mir sage: „Toll, schon wieder versagt!“ (aber auch dazu demnächst mehr)

5. gesunde Ernährung

Da hapert es doch echt bei mir, und ich muss mir jeden Tag vornehmen, genügend zu trinken und einmal für mich zu kochen. Dankenswerterweise habe ich ein kleines Fröschlein, was mir dabei hilft (*jeah* – Mutter sein als Ressource) – denn ich möchte, dass er sich gut ernährt, also koche ich für ihn, und bereite ihm gesunde Snacks zu. Nun muss ich nur noch…. das Gleiche essen ^^ (und die Schokoriegel und Co weg lassen). Aber da bin ich bei. Auch wenn mein Endziel weit aus höher gesteckt ist, so fange ich klein an: Jeden Tag auf´s neue. Und wenn ich heute scheitere, so habe ich morgen wieder die ultimative neue Chance! (damit ist nicht gemeint, dass es mir dann egal ist, weil ich es auf den nächsten Tag verschiebe)

Nachtrag:

Gerade eben habe ich diesen wunderbaren Blogeintrag zum Thema „Mütter“ gefunden – und ich finde, den darf sich gerne jede Mutter einmal durch lesen und sich das Herz wärmen lassen.

Was machst du? Welche Tipps kannst du geben?
Oder welche spirituellen Routinen wurden hier nicht erwähnt?

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10 Kommentare zu „Wie man als Mutter aktive Spiritualität praktizieren kann

  1. Hallo Wölfin,
    da hab ich doch als „alte“ Mutter bei Dir noch einen Tipp gefunden den ich total vergessen hatte. Die Geh-Meditation. Habe ich vor Jahren praktiziert, weil ich es toll fand und es gab keine „zwingende“ Situation. Damals waren auch die großen Kinder schon so groß, dass mir Zeit ließen für Mediation usw.
    Und so einfach einzubauen, da wir ja zweimal am Tag zwischen Kindergarten und Zuhause pendeln.
    Für einige Deiner Einsichten habe ich etwas länger gebraucht als Du.
    anders Denken : entwickelte sich durch meine Lebensituationen und meine Entwicklung als Mutter, mein Ältester wird 24 dieses Jahr
    Ernährung: gewußt ja, aber erst seit einem Jahr konsequenter in der Umsetzung
    Zeit in der Natur: da fordert mich der Hund jeden Tag
    genügend Schlaf: ich habe mir immer die Möglichkeit eines Mittagschlafes geschaffen , er tut mir sehr gut. Vor allem an Tagen an denen die 4-jährige
    bereits um 4.45 Uhr ausgeschlafen ist

    Grüße von einer „alten“ Mutter
    die Sammlerin

    1. Mit 4 Jahren??? *seufz* Da gehen sie dahin meine positiven „Das wird schon“-Gedanken ^^
      Schön, dass du etwas von hier mit nehmen konntest – und von wegen länger brauchen für Einsichten – sie waren hier villeicht einfach prägnanter… und ich übe bisher… noch kein Experte *g*

      Ohne alte mütter würden wir jungen, unerfahrenen Hühner in jede Falle tappen. Danke an eure weisen Erfahrungen.

  2. Was für eins chöner Text bei CitiMa – Danek für den hinweis!
    Und Danek für Deinen schönen und wiede rinspirierenden Post.
    Man muss sich das als Mama schon öfter zu Herzen nehmen, damit die eigene bewusste Spiritualität nicht im Alltag völlig verschwindet. ^^
    Für mich ist z.B. das Spazieren gehen, am liebsten mit dem Hund oder auch alleine, die beste, intensivste, innigste Art der Medidation, Wahrnehmung und Bewusstheit die ich momentan erlebe!
    Dahe rfindet meien Spiritualität auch schons eit lägnerer Zeit eigentlich größtenteils ind er Natur statt oder einfach im bwusst wahrnehmen, kleine Augenbliche richtig spüren, einfach nur sein statt immer nur tun oder sich schlimemr noch während jeden Tuns schon tausend nächste Gedanken zu machen.
    Im Augenblick sein und auch mit den Engeln fühle ich mich sehr verbunden und spreche oft in Gedanken mit ihnen oder versuche sie auch im Alltag zu fühlen.
    Schön.
    GLg, MamaMia

  3. Liebes,
    ein wundervoller Artikel.
    Und Danke für den link. Ich habe auch Probleme meine Spiritualität in den Alltag einzubauen… Ich schreibe auch mal einen Artikel drüber. Danke für die Inspiration ♥♥♥!! Liebste Grüße, Miri

  4. Über die Geh-Meditation würde ich auch gerne mehr erfahren. Dein Tagewerk erinnert mich so an meinen. Und die Turbo-Tage habe ich manchmal auch, da kommt man sich wie in einer Achterbahn – zu wenig Schlaf, zu viel Gequengel, zu wenig Wasser, zu wenig frische Luft.

    Das mit dem Rausgehen stimmt schon – wenn alle Stricke reißen und der Tag nicht mehr zu retten scheint, hilft nur raus an die frische Luft, da legen sich die Gemüter, da komme ich zu Ruhe, vielleicht durch den Sauerstoff, vielleicht durch das Gehen selbst oder durch die direkte Verbindung zu Erde, Luft – keine Ahnung, aber er hilft. Der Blickwinkel ändert sich, der Verstand arbeitet wieder, ich lache wieder und genieße meine Kinder.

    Ich wünsche mir manchmal ein wenig Zeit für mich. Aber nach einer Stunde ohne Kinder fange ich an, sie zu vermissen 🙂

    Danke für deinen Artikel und Erinnerung sich als Mensch/ Frau nicht zu vergessen.
    Und vielen Dank für deine liebe Verlinkung, hat mich sehr gefreut.

    LG Julia

  5. Schön zusammen gefasst.
    Das mit dem Schlafen ist oftmals so ein K(r)ampf – das bringt mich direkt zu einem für mich wichtigen Punkt:
    Nicht Hoffen und zuviel Planen. Den Moment Moment sein lassen und am Ende des Tages das wertschätzen, was doch irgendwie geklappt hat.
    Sonst macht man sich nur selbst verrückt. Und schon gar nicht von anderen verrückt machen lassen!
    Es gibt immer Tage, an denen alles klappt und dann wieder welche, an denen gar nichts klappt. Dann ist es gut, wenn man andere Mamis um sich hat, bei denen Frau sich einmal richtig auslassen kann und anderen Erfahrungen lauschen kann.
    Deswegen schätze ich eine Einrichtung hier in der Stadt sehr, die zweimal die Woche ein Eltern-Kind-Café und immer mal im Monat noch andere Veranstaltung für Eltern (mit Kinderbetreuung) anbietet. In der Geselligkeit findet man Trost und Rückhalt.
    Auch wenn dort sehr viele verschiedene Kulturen aufeinander treffen, finde ich gerade das spirituell äußerst interessant. Im Umgang mit anderen bekommt man von sich selbst immer wieder ein neues Bild, von dem was man will und nicht will.

    Ganz liebe Grüße!

    1. Das stimmt. Toll, das du diesen Schatz für dich entdecken konntest. Im Austausch bekommt man auch so manche Ansichten, azf die man alleine gar nicht gekommen wäre.
      Ich bin den Müttern aus dem Netz sehr dankbar – ihr habt mir immer sehr geholfen ♥

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