V – wie Vergebung

Es fällt uns meist viel leichter einen Fremden zu vergeben, als jemandem, der uns näher steht… aber ganz besonders schwer, fällt es uns meistens, bei uns selber.

Meist ist es doch so – wir haben ein Ziel, oder Erwartungen an uns selber, die wir vielleicht nicht erfüllen können, oder auch nicht direkt um setzten können… bei mir sind das besonders die Themen „Ernährung“ und „eine gute Mutter sein“ – und je höher die Ansprüche bekanntlich sind, desto eher kann man auch scheitern. Dann kommen die üblen Gedanken-Attacken, gegen uns selber. (ich denke, die kennst du sehr gut, oder?)  Wie und dann soll man das auch noch verändern?? (und wieder scheitern??) Ja!

Scheitern ist nicht umsonst eine Kunst!!!

Wenn ich grad mal wieder von einem negativem Gedanken zum nächsten komme, und dann über mich selber schimpfe, hilft es mir, wenn ich mich frage, ob ich das, was ich mir da gerade an den Kopf werfe, jemals jemandem anderen sagen würde… Dann komme ich zu dem Schluss, dass ich dies niemals tun würde, und frage mich, weshalb ich dies dann bei mir tue! Es ist nicht gerade leicht einen positiven Gedanken einer großen Übermacht an Nazgul-Gedanken entgegen zu setzten – aber ein kleiner Hobbit-gedanke reicht da meist schon aus. (Du kannst dir dieses Szenarion zum beispiel beim nächsten Mal ausdenken… setze einfach einen Herrn Frodo oder einen Samwise Gamgee ein ^^)

Mitgefühl – Mit Gefühl

Es gibt dann so Tage, wo ich echt kämpfe und ich stolz bin, so „positiv“ über vermeintlich negative Dinge zu denken, es schaffe aus Opfergedanken aus zu steigen… bis dann abends irgendetwas passiert, was mein inneres Gleichgewicht total aus der Bahn wirft (weil es vielleicht ein anstrengernder tag war, ich übermüdet bin, oder unter dem Einfluss des roten Mondes stehe ^^) – dann sitze ich da und versuche einen positiven gedanken zu denken, udn schaffe es nicht – das macht mich traurig und würde zweifelsohne noch mehr negative gedanken mit sich bringen… und dann vergebe ich mir, in dem ich Mitgefühl für mich habe:

„Es ist in ordnung, dass du jetzt so denkst, es war ja auch ein anstrengender Tag!“ oder „Es is in Ordnung…“

Dann kommt das Zauberwort:

Ich erlaube dir, so zu sein/fühlen/denken!“

Wenn ich dieses Satz zu mir gesagt habe, fällt plötzlich ein Stein von meinem herzen und ich habe meinen Hobbitgedanken, der es schafft, die Nazgul-Gedanken zu vertreiben…

Ich denke, es fällt uns generell dann auch viel leichter anderen zu vergeben, wenn wir es schaffen, uns selber zu vergeben… dann öffnen wir unser Herz und die Welt ändert sich – es entstehen Wunder, weil wir uns wieder mit uns selber und der Liebe (*Süßholz raspel*)

Hast auch du schwierigkeiten, dir selber zu vergeben?

Was sind deine Strategien?

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4 Kommentare zu „V – wie Vergebung

  1. Ever tried, ever failed, no matter – try again, fail again, fail better.

    Ich sage mir immer, es gehört dazu, zum Leben. Viel Gutes aber auch Schlechtes. Es ist allzumenschlich. Und sehr sehr schön von Dir zusammengefasst.

    LG Julia

  2. Mir selber zu vergeben, fällt mir tatsächlich heute schon leichter, als noch vor zehn Jahren. Es fällt mir leicht, wenn ich in meiner Mitte bin, ganz bei mir bin. Taumel ich wie ein Blatt im Wind durch mein Leben, falle ich in alte Muster und sehe nur was ich nicht erreicht habe.

    Gruß die Sammlerin

  3. Ich arbeite seit einer ganzen Weile nun daran mich so anzunehmen wie ich bin und auch wie ich eben teilweise reagiere, empfinde, mit mir oder anderen und meinen Verpflichtungen umgehe. Was soll ich sagen? Ich mache Fortschritte 😉 Weil ich eben bewusster mit mir selbst umgehe und in mich hinein höre…

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