Die grauen Herren – Zeiträuber in unserem Leben

 

„Sie schlagen Ihre Zeit mit nutzlosen Dingen tot.“

 

Tust du das auch? Solltest du auch beginnen, Zeit zu sparen? Und was sind deine Zeiträuber im Alltag? Und kann man Zeit sparen? Und wenn ja, wofür??

 

Darüber habe ich mir arge Gedanken gemacht, denn gerade mit einem kleinen Kind, ist die Zeit knapp…. ähhh, Moment mal – kann Zeit knapp sein? Wohl kaum, oder? Stimmt – sie fließt immer gleich dahin – aber ich fülle sie aus, mit dingen, die mich erfüllen, und solchen, die ich machen muss (wie essen, arbeiten&Co) – doch dann sind da noch die Zeitfenster…

 

Als Kind hatte ich viele dieser Zeitfenster. Ich liebte es, nicht nur in meinem Zimmer, sondern auch (und das besonders) draußen auf dem Boden zu liegen und in den Himmel zu starren… ich verplemperte Zeit – einfach weil ich es konnte – weil ich genügend Zeit hatte…

 

Ich genoss es, unter einem Baum zu sitzen und den Vögeln zu lauschen – in ein Buch zu schreiben, oder zu lesen – und nichts zu tun… einfach sein!

 

Und jetzt?

 

Jetzt benutze ich diese zeit, um mal eben schnell auf´s Handy zu schauen, ein paar Apps zu bedienen – und schwupss – weg ist die Zeit. Ich bin immer sehr stolz, wenn ich sage, dass wir kein fern sehen… aber was machen wir statt dessen am Abend? Wir surfen im Netz. Ich denke, da besteht kein unterschied zu dem andern Kasten… Wenn ich mir das alles dann so ansehe, muss ich mir selber eingestehen, dass ich genügend Zeit hätte, für all die tollen Dinge, die ich gerne machen würde, umsetzten könnte – und immer jammere, dass ich nicht genug Zeit dafür habe… Ich müsste sie nur anders nutzen!

 

Ich schreibe mir also auf (ähnlich wie die Rechnung des grauen Herrn im Video)- Dinge mit denen ich meine Zeit verbringe:

 

Ziehe ich von den 24h also Schlaf, Haushalt und Arbeit ab (ich arbeite nicht jeden Tag) – dann bleibt noch einiges vom Tag übrig, davon verbringe ich die meiste Zeit mit dem Keks (Kind) – und habe dann vielleicht abends 1-2h wirklich freie Zeit!!!

 

Wie nutze ich die? ich surfe im Netz umher – lese hier, lese dort. Das mache ich nicht immer, aber ziemlich oft. Das Problem dabei ist, die zeit rennt nur so dahin, aber man hat nicht das Gefühl „etwas“ geschafft zu haben (Bloggen ausgenommen). Was schaue ich mir da an? Was mache ich da eigentlich? Ist das nützlich? Bringt mich das weiter?

 

Nein! Das Internet ist mein persönlicher Zeiträuber!

 

Und da nun die christliche Fastenzeit beginnt, rufe ich auf, auf Zeiträuber zu verzichten!

 

Schalte doch dein Handy mal ab! Lass den Rechner/ den Fernseher aus! Mach etwas anderes – erlebe ein Abenteuer:

 

40 Tage – 30 Minuten Netz/Tag

 

Mit der gesparten Zeit, möchte ich meine 100Dinge Liste ab arbeiten – also filzen, stricken, lesen… mein Kind im Schlaf fotografieren… den Mann ärgern, usw.

 

Und noch meine Lieblingsstelle aus Momo:

 

Es gibt ein großes und doch ganz alltägliches Geheimnis.

 

Alle Menschen haben daran teil, jeder kennt es,

 

aber die wenigsten denken je darüber nach.

 

Die meisten Leute nehmen es einfach so hin und

 

wundern sich kein bisschen darüber.

 

Dieses Geheimnis ist die Zeit.

 

 – Michael Ende –

 

 

Machst du mit? Sparst du Zeit (für die wirklich wichtigen Dinge im Leben?)

 

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12 Kommentare zu „Die grauen Herren – Zeiträuber in unserem Leben

  1. Huhu,

    das ist sehr gut, mir gehts genauso, entweder nutze ich die freie Zeit zum Fern sehen oder zum surfen im Netz.
    Ich würd das Fasten gern mitmachen, allerdings habe ich viele Chattermine (z.B. von einer 12 wilde Schwäne Gruppe), die fallen dann leider aus dem Zeitfenster, aber ich kann ja mal versuchen die Zeit auf diese Zeit zu beschränken und nicht vorher im Netz zu sein.

    Cu Nore

  2. Ich suche soooo gerne im Netz nach Ideen- aber dann fehlt die Zeit, sie umzusetzen weil ich nicht aufhören kann.
    Ich werde meine Blog-Leseliste mal etwas ausmisten, das wird schwer aber ich weiß, dass es mir gut tut =)

  3. Das passt ja sehr gut zu meinem 7 Weeks Positiv Fastenaufruf, denn wer Zeitfresser einspart, hat mehr Zeit für positive Dinge *g*. Ich werds auf jeden Fall auch versuchen!

    Liebe Grüße,
    Karmi

  4. Das finde ich wirklich eine sehr gute Idee 🙂
    Ich habe auch das Gefühl, dass ich besonders abends oder während des Mittagsschlafs des kleinen Mannes nix geschafft bekomme, weil ich die meiste Zeit „sinnlos“ mit Blog lesen und co vor dem PC verbringen…
    Ich denke ich werde mich deiner Aktion anschließen, je länger ich darüber nachdenke umso besser find ich das 🙂 Ich werde die Zeit allerdings auf eine Stunde erhöhen, sonst sehe ich bei mir das schon kommen, dass ich das niemals schaffe. Aber eine Stunde ist bei mir schon deutlich weniger als zuvor!
    Vielen Dank für diese wunderbare Idee!!!
    Liebe Grüße,
    Marlia

  5. Oh ja, ich mache schon einige Jahre mit bei der Aktion „Zeit sparen“ – oder: Meine eigene Lebenszeit zurück zu bekommen die mir der kleine Mensch nimmt. Meine kleine Menschin ist mittlerweile fast 11 und es ist unglaublich, wie toll das ist mit jedem Jahr den ein oder anderen Moment zurück zu bekommen – bis Du irgendwann wieder ganz frei bist – aber das bist Du nie, wegen dem unsichtbaren Band – zwischen Mutter und Kind 🙂
    Ich spare keine Zeit in der „Fastenzeit“ ich brauche diese Christliche Institution zur Kontrollierung der Menschen auch nicht. Ich mache mir das ganze Jahr Gedanken darüber wann und wie, wo ich faste im Konsum, der Umwelt, im Leben.
    Wir fahren kaum Auto (nur mal alle 2 Wochen um die bedürftigen Eltern zu versorgen), fahren also quasi NUR Rad, Internet und Fernsehen ist Luxus-Zeit! Das weiß auch schon die Tochter von 10,5 Jahren. Spielsachen, oder Extras gab es nur zu Jul oder zu Gurrutstagen – jetzt gibt es sie ab und an wenn sie es selbst vom Taschengeld bezahlt oder den großen Teil dazu gibt.
    Wir haben es an die nächste Generation weitergegeben, und ich glaub es hat gefruchtet. Sie ist nun auf einem naturwissenschaftlichen Gymnasium und hat Spaß an den wunderschönen Dingen, die das Leben schreibt.
    Die Zeit, die ich jeden Tag spare, bekomme ich irgendwann wieder – das hab ich mir vor Jahren gewünscht, und dem ist auch so. In diesem Sinne:
    Viele liebe Herzgrüße
    Beltane

  6. Ich hab da jetzt grad mal drüber nachgedacht… und bin zu dem Schluß gekommen dass ich meine Zeit eigentlich schon fast bestmöglich nutze, mehr ist es eben nicht… Arbeiten muß ich, da komme ich nicht drum rum. Selbiges gilt eigentlich für einkaufen (was schon häufig mein Mann erledigt), Haushalt und kochen (was ich leider nichtmals so oft schaffe, wie ich´s gern hätte). Wenn ich fernsehe, dann mittlerweile nur noch ganz gezielt die Sendungen, die ich auch wirklich gerne schauen möchte. Ich lese wenn ich dazu Gelegenheit habe. Wenn ich auf WhatsApp mit meinen Freundinnen chatte, dann ist das auf Grund der Entfernung unser Medium, um eben in Kontakt zu bleiben und am Alltag der anderen teilzuhaben. Daran ist also auch nichts verkehrt. Und schlafen muss man eben auch 😉 Von daher…
    Facebook z.B. habe ich bereits sehr stark eingeschränkt, das kann nämlich wirklich zu einem ganz extremen Zeitfresser werden. Mehr fällt mir momentan nicht ein.

  7. Au ja, da bin ich dabei!
    Ein bisschen effizentere Nutzung meiner Ressourcen sollte mir ganz gut tun 🙂
    Auch wenn ich mich wohl eher auf 2 Stunden pro Tag und damit auf 12 Stunden in der Woche (ein Tag bleibt für mich internetfrei) beschränken werde. Ich mache doch recht viel aktiv im Netz, was ich nicht einfach so weglassen kann.
    Liebe Grüße!

  8. Weißt du was, liebe Wölfin…? Ich mach da jetzt einfach mal mit.
    Ich habe eh darüber nachgedacht die Fastenzeit irgendwie für mich zu nutzen und das ist eigentlich die beste Gelegenheit. Mein Rechner ist nämlich im Grunde den ganzen Tag an. Die morgendliche Zeit bei de Arbeit kann ich leider nicht einschränken aber nach Feierabend schon. Ich beschränke es jedoch aufs Internet allein, da ich den PC für vieles nutze, das ich im Alltag brauche.

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