Laufende Herausforderungen

 

Vor knapp einem Monat, als der Zwerg ein Jahr alt wurde, bekam er das Beste Geburtstagsgeschenk – ein paar Schuhe!

 

Wir hatte ein wenig Sorge, wie er wohl bei der Abmessung und Anprobe der Schuhe sich verhalten würde – aber er war ganz aufmerksam und geduldig. Sobald er die Schuhe an hatte, trabte er los, mit einem Grinsen im Gesicht, das von einem Ohr zum nächsten ging. Er war so mächtig stolz, denn jetzt konnte er draußen laufen!!!

 

Und das macht er seitdem auch fleißig. Wiese auf, Wiese ab – Steinchen hier entdecken, Steinchen dort. Und am liebsten schon laufend und alleine – aber das klappt noch nicht ganz so gut. langsam ja, aber laufend doch besser noch an einer Hand fest halten.

 

Es ist großartig dem kleinen großen Mann zu zu sehen, wie er nun beginnt seine Welt zu erobern. Und wie er erobert – mit allen Sinnen.

 

Allerdings stellt mich das jetzt wieder mehr vor neue Probleme – denn ich kann ihn nicht mehr einfach so tragen (er will ja lieber laufen) – und auch im Kinderwagen fahren, mag er nur, wenn er auch laufen darf. Ich kann das verstehen. Aber ohne Auto einkaufen zu fahren (dafür mit Bus) ist echt eine Herausforderung.

 

Meistens laufen wir zum Bus – dafür gehen wir schon extra früh raus, damit wir genügend Zeit haben, zur Bushaltestelle zu kommen – da das Kind ja gerne alles erkunden will, nicht so schnell kann, und ich auch noch den Kinderwagen schiebe. Während der Busfahrt, sitzt der Zwerg neben mir auf einem Sitz, während der Kinderwagen im gang steht. Einkaufen geht nur im Wagen, weil der Zwerg sonst alles ausräumt und diverse Glasflaschen killen würde… Verpackt wird das Ganze dann im Ami-Rucksack und riesigem Jute-Beutel, der am Kinderwagen hängt. Dann wieder zum Bus. Schwierig wird es dann, alles aus dem Bus zu bekommen.

 

Fehlende Hilfe

 

Mir ist es schon zwei mal passiert, dass mir der Kinderwagen umgefallen ist – mit Einkäufen natürlich – einmal, beim überqueren der Straße – da wollte der Zwerg partout nicht in den Kinderwagen und ich hatte ihn auf dem Arm und einmal im fahrenden Bus in einer Kurve.
Leider hat mir niemand geholfen, die Einkäufe ein zu sammeln, oder den Kinderwagen auf zu heben. Das hat mich sehr erschreckt.

 

Wie organisiert ihr das mit Kind?
Habt ihr ähnliches erlebt?
Habt ihr Tipps und Ideen, wie man den Einkauf besser gestalten könnte?

 

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4 Kommentare zu „Laufende Herausforderungen

  1. Wie hab ich es gemacht ? Da musste ich jetzt mal nachdenken, dabei ist es gerade mal drei Jahre her .
    Die Kleine war/ist auch so eine Entdeckerin , im Kinderwagen sitzen bleiben wollte sie
    nie, darum habe ich sie angeschnallt. Es gibt ja so Gurte für den Kinderwagen. Ich hab mir früher immer gesagt, so was mache ich nie, aber ich wußte damals und auch
    heute keine andere Lösung. Beim Einkaufen habe ich sie angeschnallt und sie hat anfangs sehr getobt und sich gewährt. Oder ich bin, wenn es die Witterung erlaubte
    mit dem Rad gefahren. Vorne der Korb mit den Einkäufen, auf dem Rücken ein
    Rucksack, das Kind im Kindersitz.
    Die Hilfsbereitschaft von Passanten, ja ,die muss man manchmal lautstark einfordern.

    Grüße
    die Sammlerin

  2. Einkaufen ist bei uns auch meistens mit sehr viel Stress verbunden. Vor allem seit sie nun anfängt regelrecht zu trotzen und Wünsche einzufordern. ich lasse sie allerdings durch den laden laufen & versuche sie mit einzubeziehen. Dafür dürfte Eurer kleiner Mann aber noch zu jung sein…
    Und Hilfe von Passanten? Hier doch nicht :-/

  3. Ich vermeide es, mit Kindern einkaufen zu gehen. Hier habe ich keine andere Wahl, als mit dem Auto zu fahren. Wenn also doch mit Kind, dann kommt der Kleine während des Einkaufs in den Einkaufswagen oder in den Manduca. Natürlich protestiert er anfangs wegen Freiheitsberaubung, aber da bin ich klar und bleibe dabei.
    In Freiburg waren wir oft mir Kinderwagen zu Fuss einkaufen. Angeschnallt im Kinderwagen. Auch wenn es Protest gab. Da geht es mir in erster Linie um die Wahrung meiner eigenen Grenzen. Oder wir waren mit Fahrrad und Anhänger. Dann auch angeschnallt.
    Hier erledigt der Mann die meiste Zeit den Einkauf nach der Arbeit (er hat das Auto) oder am Samstag vormittag einer von uns beiden ohne Kind. Das erfordert zwar etwas mehr Koordination, ist aber am Ende entspannter.

  4. Bei uns ist es ganz ähnlich wie bei Ramona. Ich versuche einzukaufen, wenn der Lütte in der Kita ist oder abends im Bett. Lässt es sich doch nicht vermeiden, kommt er auf den Rücken und die Einkäufe in den Kinderwagen. Er läuft zwar noch nicht, aber hat natürlich dennoch einen großen Bewegungsdrang. Deshalb stand er auch im Kinderwagen immer auf (angebunden mit Ledergeschirr), aber irgendwann (nach Monaten!!) haben wir festgestellt dass er zu viele Eindrücke abbekommt, die zu verarbeiten ihm zu schwer fielen. Es hat dann genau einen Spaziergang mit viel Geschrei gedauert, dass wir ihm mit einer klaren inneren Haltung das Aufstehen abgewöhnt haben. Seitdem sitzt er friedlich im Wagen und schaut durch die Gegend (zwischendurch gibt es den Nachmittagssnack oder auch mal eine Kletter- und Krabbelpause auf dem Spielplatz oder im Park). Sobald wir in ein Geschäft kommen, wird er allerdings unruhiger, weil er immer alles anfassen und entdecken will. Deshalb, wie gesagt, versuche ich das zu vermeiden. Seitdem wir ihm (auch in anderen Bereichen) mit einer festen und starken Haltung begegnen, ist alles viel entspannter, vor allem für uns, aber auch für ihn, weil er es allein natürlich noch nicht schafft, sich von allem Spannenden abzugrenzen.

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