No Poo – Haarpflege ohne Shampoo – Wascherde

Wenn man seine Haare lang wachsen lassen will, kommt man irgendwann zu einem Punkt, wo man sich mit seiner Haarpflege befassen muss, um Haarbruch, Spliss und trockene Spitzen zu vermeiden, um gesunde Haare zu züchten. Man beschäftigt sich mit Ihnahltsstoffen seiner Shampoos, probiert aus, liest, und findet irgendwann ein Pflegemittel, mit dem man es aus hält. Ich hatte so ein Shampoo gefunden, das alle meine Bedürfnisse befriedigte – das war das Rosmarinshampoo von Weleda, was leider aus dem Programm genommen wurde. Also stand ich mal wieder vor den Shampoo-Regalen und probierte nun ein Jahr aus – die Folgeprodukte von Weleda – andere pflanzliche Shampoos – aber bvisher fand ich nichts, was alle meine Ansprüche befriedigt. Die Haare fetten zu schnell, die Spitzen zu trocken, spröde Haare usw.

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Nachdem also mein derzeitiges Shampoo auf gebraucht war, widmete ich mich meinen ersten „No-Poo“ Versuchen mit Lavaerde. Bevor ich also duschen gehe, mische ich mir aus Wascherde und Wasser eine „Schlamm-Packung“ an, die ich mir dann in die trockenen Haare gebe und etwas einwirken lasse. Ich mache dies im trockenem, Zustand, weil ich nicht nass in der dusche einwirken lassen mag, und dabei erfrieren will. Dann gehe ich duschen, „schäume“ (nein, es schäumt nicht, aber ich tue so, als ob) die Erde auf und massiere mir damit den Kopf. dann wird sie aus gewaschen, und je nachdem, wie gut/oder schlecht ich war, sind meine Haare dann nicht mehr fettig.

Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht genau, ob ich sie als „sauber“ bezeichnen kann. Deswegen benutze ich danach nun immer eine saure Rinse – also ein bis zwei liter Wasser (warm) mit etwas Apfelessig (oder Zitrone) – damit die Haare glänzen – denn ohne diese Rinse, wirken sie etwas matt.

Ich bin mit dem Ergebnis recht zu frieden – allerding ist es ein größerer Aufwand, was mit Kind natürlich nicht unbedingt von Vorteil ist. Deswegen möchte ich, nachdem meine Wascherde aufgebraucht ist, gerne einmal die „Water-only“ – Methode aus probieren, bei dem man sich die Haare nur noch mit Wasser wäscht, und an sonsten mit einer Naturhaarbürste täglich ausbürstet, um das körpereigene Fett in den Haaren zu verteilen.

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Vorteile:

Da man die Wascherde nur auf dem nachgefetteten Ansatz auftragen braucht, werden die Spitzen wenig strapaziert, außerdem trocknen sie nicht so stark aus, man benötigt weniger Pflegeprodukte, hat weniger Haarbruch und, bei guter Pflege/angemessenem Umgang auch weniger Spilss. Außerdem benutzt man ein Naturprodukt, was wenig/kaum Chemikalien enthält, die dann über die Kopfhaut aufgenommen werden, oder ins Trinkwasser gelangen können. Man kann es besser dosieren und sparsamer benutzen.

Nachteil:

Mehr Zeitaufwand durch Vorbereitung und ggf. auch Nachbereitung (Erdreste im Waschbecken/Dusche), kein „Sauberkeitsgefühl“ wie nach Shampoo, ohne Rinse können die Haare weniger glänzen (je nach Haartyp) – Wenn man Stellen vergisst oder vernachlässigt, sehen diese „kletschig“/fettig aus, obgleich man sich die Haare gewaschen hat.

Aber dazu dann bei gegebener Zeit mehr. Wie wäschst du dir deine Haare? Welche Erfahrung hast du mit Wascherde gemacht?

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10 Kommentare zu „No Poo – Haarpflege ohne Shampoo – Wascherde

  1. Wie lustig, auch mein Lieblingsshampoo war das Rosmarin von Weleda und ich habe sogar eine Mail dorthin geschrieben, als es aus dem Programm genommen wurde. Warum genau konnten sie mir aber auch nicht erklären…
    Die „neuen“ Shampoos von Weleda ließen sich gar nicht gut auswaschen, ich finde allesamt fürchterlich.
    Jedenfalls bin ich auch noch nicht endgültig angekommen in meiner Haarpflege. Seit einem halben Jahr benutze ich Seife von einer Freundin, anschließend eine Apfelessig-Rinse. Seife benutze ich einmal in der Woche, das andere Mal, wo ich wasche, benutze ich nur Wasser und die Rinde und das klappt bei mir super.
    Wascherde steht noch auf dem Programm, aber mal schauen.
    Gruß,
    Atessa

  2. Liebe Wilde Wölfin,
    das ist wirklich ein thema, das mich derzeit, da ich fest entschlossen bin, zum ersten Mal in meinem Leben nicht nur lange, sondern auch „schöne“ Haare zu züchten, stark beschäftigt.
    Wascherde finde ich für meine Haut sehr angenehm. Hier bin ich sehr „natürlich“ geworden, habe meine sehr geliebte, aber für unnötig befundene Duschgel-Sammlung (7-10 versch. Sorten!) aufgebraucht und durch „nichts“, d.h. Wasser ersetzt. Für die Haut funktioniert das, für die Haare aber (bei mir) nicht. Mit Wascherde gewaschen, fühlen sie sich für mich „dreckiger“ an als vorher. Nur Wasser ist da die bessere Wahl, doch nimmt es dem Haar nicht den „fettigen“ Geruch. Derzeit benutze ich daher einmal das Weleda-Hafer-Aufbaushampoo und jede zweite Wäsche mache ich nur mit Wasser. Mein Haar brauchte lange, bis es auf das Weleda-Shampoo überhaupt reagierte und danach anders („besser“) aussah und roch als vorher. Von meiner Tochter (6) wurde das Shampoo als Hustensaft identifiziert (Geruch, kein Schaum).
    Fazit: Leider kann ich nicht sagen, dass ich ein zufrieden stellendes natürliches Haarpflegemittel gefunden habe, aber ich bin bereit und entschlossen, weiter zu probieren. Henna-Haarseife steht bei mir als nächstes auf dem Plan, sobald ich die Reste der Wascherde für meine Haut aufgebraucht habe.
    Experimentierst du auch mit ungiftigen, selbstgebrauten Deos? …auch kein Gebiet, auf dem ich bislang bahnbrechende Erkenntnisse zu verzeichnen hatte :-/
    Ich grüße herzlich und wünsche ein zauberschönes Wochenende!
    Carina

  3. Ich habe schon oft versucht meine Haare mit Wascherde zu waschen, leider blieb der Erfolg aus. Auch eine saure Rinse im Anschluss konnte nicht helfen, die Haare blieben insgesamt klettschig, fühlten sich fettig an und waren irgendwie strohig und unfrisierbar. Letztes Jahr hab ich es mal mit Haareseifen probiert, aber anscheinend haben wir hier sehr kalkhaltiges Wasser, da konnte ich meine Rinsen so sauer anrühren wie ich wollte die Haare wurden extrem fettig von den Kalkablagerungen der Seife.

    Liebe Grüße,
    Karmi

  4. Haarshampoos sind komplexe Angelegenheit. Ich experimentiere seit Jahren herum, aber den Überflieger fand ich bis heute nicht. Derzeit versuche ich Shampoos von Guhl, erfahrungsgemäß glaube ich, braucht man für saubere Haare doch ein wenig Chemie. Liebe Grüsse!

  5. Auch ich probiere mit meinen langen Haaren schon lange rum ! Mein Lieblingsshampoo war auch das Rosmarin Shampoo von Weleda, nicht zu verstehen, warum die es aus dem Programm genommen haben…wenigstens das Haarwasser bekommt man noch. Mit den neuen Shampoos von Weleda komme ich auch nicht so klar, vielleicht sollten wir mal an Weleda schreiben… Lavaerde finde ich an sich klasse, ich mag das Gefühl und auch den Geruch. Aber meine Haare fühlen sich dadurch auch recht stumpf an und kletschig und ich habs irgendwann nicht mehr benutzt. Im Moment probiere ich so mit den Lavera Shampoos rum, ganz ok, aber nichts ist so gut wie das Rosmarin Shampoo !:-(
    Liebe Grüße, Birgit

  6. Habt Ihr schonmal einfachen Lehm/Ton versucht?
    Ich bin jetzt nicht nicht so der Langhaartyp, habe damit aber ganz gute Erfahrungen gemacht. Haare weich und glatt, aber auch irgendwie voll und wie gefestigt. Außerdem kann man damit auch den Körper und sogar Geschirr waschen.

  7. Herrliche Bilder 🙂
    Ich bürste momentan viel, was das Fett verteilt und die Haare zwar immer noch fettig erscheinen lassen, aber nach einer Weile sind die auch nicht mehr so stränig. Aber ich bin in „öffentlichen Wochen“ wieder alle zwei Tage am Waschen, mit ganz wenig Chemie, aber ein bisschen schon. Aber eine Lösung hab ich noch nicht für mich…

  8. Hallo, etwas spät, aber ich bin in den letzten Tagen erst auf Dich gestoßen und bin ganz begeistert und les mich durch diverse Themen.
    Ich bin keine große Kommentarschreiberin, aber das wollte ich euch doch schreiben: es gibt ein wirklich tolles veganes Rosmarinshampoo von Urtekram. Ich benutze es nun schon über ein Jahr, versuche dazwischen immer wieder No-Poo mit Wascherde oder div. Seifen, aber immer wieder komme ich zurück. Gesunde, saubere und glänzende Haare bis in die Spitzen!
    Alles Liebe, saruccia

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