Fort-Schritte

Die ersten Schritte… ich erinnere mich noch genau, waren vor seinem ersten Geburtstag. Er hat sich sehr darüber gefreut, endlich laufen zu können, das war ihm sehr wichtig und ist es noch. Mittlerweile ist aus den tapsigen Schritten aber richtiges Laufen und Rennen geworden, und mittlerweile kann man ihn dabei beobachten, wie er durch die Wohnung hüpft und springt. Seit dem er laufen kann, bewegt er sich auch gerne von uns fort, um seine Umgebung zu erkunden…

Der erste große Waldspaziergang

Der erste große Waldspaziergang

Nun begann die dritte Woche Kindergarten für ihn… und ich sitze nun zu Hause, weil er schon ein paar Stunden alleine dort spielt und eine wunderbare Bezugsperson in einer Betreuerin gefunden hat. Und ich muss mich mit paradoxen Gefühlen abmühen, die zwischen Freude über die neue Freizeit und Trauer, dass er schon so groß ist, aber auch Gefühle des Verlassens (also ich mein Kind). Wenn ich die Türen der KITA hinter mir schließe, dann überkommt mich ein mulmiges Gefühl und ich mache mir große Gedanken:

Ob es wirklich in Ordnung ist, ein so kleines Würmchen einfach dort zu lassen, ob dies einen schlechten Einfluss auf seine Entwicklung hat, und ob es nicht besser wäre, wenn er bei mir bleiben würde. Denn wozu bekommt man Kinder? Ja schließlich nicht, um sie im Kindergarten ab zu geben…

WaldorfKita

Und wenn ich dann zurück komme, strahlt er, und zeigt mir seine Liebsten Spielsachen, sein Bettchen und so weiter. Dann bemerke ich, wie gut ihm das tut – die anderen Kinder, die Möglichkeiten, die es dort gibt aus zu spielen. Er wirkt glücklich…

Und dann muss ich mir eingestehen, dass er Fortschritte macht… in allem… und dass es so weiter gehen wird (und auch muss) – nur dass diese Fortschritte auch ein fortschreiten ist… in sein eigenes Leben… von mir fort…und dass dies genau richtig so ist, von der Natur gewollt… auch wenn das Mutterherz dabei blutet

Wir sind es, die stehts zur Verfügung stehen müssen, die unseren Kindern ganz gehören…

Loslassen – eine Lektion, die wir von unseren Kindern beigebracht bekommen… Schritt für Schritt – in dem sie ihre Fortschritte machen

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2 Kommentare zu „Fort-Schritte

  1. Ich stehe inzwischen an einer noch viel weiter fortgeschrittenen Stelle – die Kinder sind ausgezogen. Das Loslassen hat richtig weh getan und gleichzeitig ein Loch geöffnet, das sich nicht so schnell schließen ließ. Da habe ich erst gemerkt, wie viel sich wirklich um die Kinder dreht und wie weit ich mich von mir selbst entfernt habe, um immer für sie da zu sein.
    Inzwischen habe ich die Chance erkannt und auch genützt. Ich habe mich zurück erobert.
    lg
    Maria

  2. Achja, wir hatten das bei der Tagesmutter ähnlich. Das erste Loslassen… aber der Krümel hat das gebraucht. Er brauchte die anderen Kinder, er braucht allgemein viele Bezugspersonen und Menschen um sich. Ist er alleine, ist er unausgeglichen und hibbelig. Haben wir volles Haus, ist er ruhig und ausgeglichen. Schon verrückt!
    Bei uns geht der Kindergarten im September los (gerade mal 1 Jahr wird er vor der Schule dort sein, vorher war einfach kein Platz frei) und ich kann es ehrlich gesagt nicht mehr erwarten.
    Endlich wieder etwas Ruhe und Zeit zum Durchatmen. Und zum Saubermachen! Ja, lach‘ nicht! Wenn er zu Hause ist, kann ich das kaum machen, denn dann macht er nur Dummheiten. z.B. den Staubsauger mit seinem Holzschwert attackieren, um den bösen, lauten Drachen zu erlegen. Im ersten Moment vielleicht niedlich, aber auf Dauer ganz schön nervig…

    Liebe Grüße! 🙂

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