Ach du heilige Zeit

Ich wurde gebeten, doch mal einen Einblick in unseren Advent zu geben…

Nun, die Adventzeit gestaltet sich ein wenig schwierig, was sicherlich in den kommenden Jahren zu nehmen wird, weil ich absolut nicht an die christliche Variante des Festes glaube, oder in irgendeiner Weise dahinter stehe. Für mich macht es viel mehr Sinn, die Ursprünge dieses Festes zu feiern – die Rückkehr des Lichtes (um es kurz und sallopp zu sagen) – die Geburt des Sonnengottes – des neuen Lichtes.

Da der Zwerg in einem christlich orientiertem land aufwächst, und in einen Waldorfkindergarten geht, der die christlichen Feste vermittelt, habe ich mich versucht, mit der „Essenz“ von Weihnachten auseinander zu setzen…. Was habe ich als Kind an dieser Zeit geliebt? Was war mir wichtig? Was mochte ich besonders und was blieb in positiver Erinnerung? Dazu muss ich aber sagen, dass ich nicht getauft war, obgleich ich in einem evangelischen kindergarten gegangen bin, habe ich wenig Bezug zu der krippe und Co.

Die Weihnachtsformel

Frühe Dunkelheit bedeutet(e) viel mehr Zeit drinnen zu verbringen – mit der eigenen Familie, mit der man mehr Aktivitäten unternimmt, die „enger“ (körperlich/räumlich) gehalten sind.

Weihnachten= Plätzchen backen, Lieder singen, geschichten erzählen

Weihnachten = Familie(nZeit)

Und das ist es, was ich erst einmal dem zwerg vermitteln möchte – diese ganz besondere Geborgenheit, die diese Zeit mit sich bringt, die nahen Aktivitäten, alte Lieder singen (ja, Weihnachtslieder), viele Geschichten erzählen und gemeinsam Kerzen anzünden. Stiller werden – Dunkelheit erleben und zu erkennen, dass diese nicht unheimlich/gruselig sein muss, sondern dass man sich in ihr auch aufgehoben fühlen kann.

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Auf unserem Jahreszeitentisch (Altar) steht ein kleiner Baum (ein Birkenast), der leicht geschmückt ist, mit Kugeln und ein paar Ornamenten (Sterne werden noch folgen) – Leider war es mir in den tagen kaum möglich, Kerzen auf der Spirale an zu bringen und an zu zünden, da der Zwerg die Spirale immer wieder erforschen musste, und sie umstieß. Ich denke, das wird aber nächstes Jahr schon verändern. Auch der Adventskalender (mit Bildern) wurde von der Wand gerissen, und wäre beinahe seinen Stiften zu Opfer gefallen, wenn er nicht gerettet geworden wäre… auch etwas für´s nächste Jahr. Eigentlich war geplant, jeden Tag ein Türchen zu öffnen und eine kerze gemeinsam an zu zünden (am Morgen) – aber das wird dann nächstes Jahr vielleicht etwas.

Was machen wir also?

Wir singen Weihnachtslieder: Süßer die Glocken nie klingen, Stille Nacht, Leise rieselt der Schnee und so weiter.

(Ich hab hier mal eine Lieblingsliste zusammen gestellt)

Es wird gebastelt

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Und wir backen

Außerdem schauen wir uns Bücher an, die wir aus der Bibliothek zur Weihnachtszeit ausgeliehen haben.

Dies war schon einmal ein kleiner Beitrag zu unserer derzeitigen Adventszeit. Es wird noch ein Yul-Artikel geben, der sich mit dem Feiern mit Kind befasst und etwas über die Rauhnächte. Außerdem bin ich für Fragen offen, und verfasse gerne noch Artikel zu euren Fragen

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Ein Kommentar zu „Ach du heilige Zeit

  1. Liebe Wölfin! Ich freue mich immer so, Posts von dir zu lesen! Ich weiß, dass es im Moment zeitlich enger ist bei dir und deshalb seltener etwas kommt. Das macht gar nichts, denn man freut sich umso mehr auf „plötzliche“ Artikelchen! Euer Advent klingt sehr sympathisch und für mich ganz vertraut und harmonisch. Habt ganz viel Liebe und Freude zusammen und ruht euch ineinander aus. Ganz liebe Grüße, Maren

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