Litha – der längste Tag des Jahres

Litha15(man beachte den Feuerwehr-Schlauch, der neben der Göttin liegt – den hat der Sohn ganz andächtig dort platziert – ist sein Heiligtum)

Die ersten warmen Sommertage liegen hinter uns, und die Tage sind lang. Ich kann sogar im hellen zur Nachtwache gehen, und die beginnt um 22.00 Uhr. In Schweden und weiter nördlich, geht die Sonne am 21. Juni überhaupt nicht unter. Wir sind am Höhepunkt des Jahres angelangt.
Ab jetzt ist es wirklich Sommer, und die wirklich heißen Tage liegen noch vor uns (zum Leid einiger Nordlichter) – doch ab Sonntag werde die Tage wieder kürzer, und das Jahr neigt sich seiner zweiten Hälfte zu.
Es liegt also schon ein wenig Abschied mit in diesem Feste – das Wissen, dass etwas zu Ende geht.
Bei diesem Fest geht es darum, das Leben zu feiern, aber sich der Sterblichkeit allen Lebens bewusst zu werden.
Alles vergeht – und je älter ich werde, desto „sterblicher“ werde ich. Bis zu meinem 20. Lebensjahr fühlte ich mich unsterblich – dann fing das große Leben an – und jetzt (ich bin ja grad 33) – merke ich, wie viel Zeit vergangen ist – merke ich, wie schnell sie vergeht. Und ich sehe nicht mehr mich auf der Wippe sitzen, sondern mein eigenes Kind – Ich bin auf dem Höhepunkt des Lebens… und werde mir bewusst darüber, dass die Zeit vergeht.

Wie du dich mit der Energie des Festes verbinden kannst:

Werde dir über deine Ziele bewusst
Was wolltest du in diesem Jahr erreichen? Welche Ziele hattest du dir gesetzt? Und welchen Fortschritt hast du gemacht? Welche Themen konntest du bereits gut bearbeiten, und welche Ziele hast du noch nicht in Angriff genommen?
Was musst du tun, um sie bis zum Ende des Jahres um zu setzten?

Aber auch in deinem Leben: Frage dich, ob es das Leben ist, was du für dich willst. Welche Ziele möchtest du erreichen? Und was musst/kannst du tun, um ihnen einen Schritt näher zu kommen?

Außerdem ist dies ein recht „männliches“ Fest – die Sonne repräsentierte den Sonnengott – den Vater und Ehemann der mit seinem Licht die Früchte des Landes reifen lässt – der neben seiner Königin als Eichenkönig regiert (keltisches Eichenfest)

Es ist also ein guter Zeitpunkt sich mit den väterlichen Energien zu befassen – seinem eigenem Vater zu danken, oder zu verzeihen – oder auch seinen Partner mit liebevollen Augen zu betrachten.

Feiere Litha

Um diesen Tag zu feiern, ist es nicht unbedingt notwendig ein großes Ritual ab zu halten (was du natürlich tun kannst – dann bietet sich die Mittagszeit an) – manchmal reichen schon kleine, einfache Aktionen, um ein herrliches Fest zu gestalten und sich mit der Natur und dem Leben zu verbinden:

Dieses Fest feiert man am besten draußen – du kannst:

* mit der Sonne aufstehen und dir den Sonnenaufgang ansehen
* bis zu ihrem Untergang draußen bleiben und viele Sonnenstrahlen sammeln (Achtung – Sonnenbrandgefahr)
* mit Freunden draußen feiern (wir gehen grillen)
* ein Picknick mit der Familie machen und viel frisches Obst    genießen
* Kräuter sammeln (Johanniskraut, Baldrian, Rose und mehr ist gerade am blühen)
* einen „Sommerkranz“ an deine Tür hängen (vielleicht hast du ihn selber gemacht?)
* mit deinem Kind (oder alleine) kleine Sonnen basteln und auf hängen
* Brot in Form einer Sonne backen
* Holunderblüten essen/trinken (falls ihr schon Saft gemacht habt)
* einen Blumenkranz für´s Haar binden (und tragen)
* tanzen (Kreistanz – Bauchtanz – wildes Getanze, was du magst)
* suche mit deinem Kind nach Schmetterlingen und bastel/male sie
* Seifenblasen (können auch schon die Kleinsten machen)

(D)Einen Altar schmücken

Das ist etwas, was ich immer sehr genieße und liebe – meinen Altar (oder Küchentisch/Jahreszeitentisch) für die Jahreszeiten und Feste zu dekorieren. Für Kinder ist das besonders schön, denn dadurch bekommen die Feste etwas „besonderes“ – man kann mit den Jahreszeiten in Kontakt treten, durch Berührung der Gegenstände, oder beim Mithelfen.

Was passt auf den Altar?

* Farben des Sommers: Gelb, Rot, Orange und grün
* Blumen und Kräuter
* Eichenblätter oder sogar eine Eichenkrone für den Mann (?!)
* Kirschen
* Sonnen
* Feen und Elfen

Holunder Litha(getrocknete Holunderblüten zum Räuchern – danke Tamesis für diesen Tipp)

Wenn du möchtest, kannst du ein Bild von deinem Altar mir schicken und ich veröffentliche dies bei Facebook in der „Altar-Galerie“ als Inspiration für alle anderen.

Dieser Artikel zeigt nur einen kleinen Ausschnitt des Festes – ich schrieb hier schon einmal darüber. Ich finde es für mich und meine Familie wichtig, mich mit dem Geist der Zeit zu verbinden, und das Jahr bewusst zu erleben

In der kommenden Woche werden wir (der Zwerg und ich) zu einem Johanni-Feuer gehen. Dieses Fest ist quasi das christliche Überbleibsel von Litha und feiert die Geburt von Johannes dem Täufer. Wir gehen zum Sommer-Sonnenwend-Feuer und feiern das Licht ^^

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8 Kommentare zu „Litha – der längste Tag des Jahres

  1. Hallo Ana!

    Vielen herzlichen Dank wieder einmal für Deine ausführlichen Informationen zur Sommesonnenwende.

    Muss ich doch glatt schauen, ob es da wo ich gerade bin, ein Johannisfeuer gibt. Vor einigen Jahren habe ich so gefeiert und das fand ich sehr schön.

    lg
    Maria

  2. Liebe Ana,
    die Göttin auf deinem Altar ist wundervoll. Woher hast du sie? … oder woher kann ich so eine bekommen?
    Herzliche Mittsommergrüße, Claudia

    1. Ich habe sie vor ein paar jahren beim feuersprung -shop erstanden. Damals waren sie in witten bei der pfi – verabstaltung. Die müssten sie noch im sortiment führen

  3. Oh, ich kann in diesen Dingen noch soo viel von Dir lernen! Danke für die schönen Beiträge. Ab nächstem Jahr möchte ich mich auch mehr mit dem Thema beschäftigen… :*

  4. Deine Göttin ist wirklich wunderschön! Ich habe sie im Shop gefunden, aber noch schreckt mich der Preis ein wenig. Sie ist es auf jeden Fall wert, aber zur Zeit sieht es bei mir leider eher leer im Geldbeutel aus.
    Danke für’s Teilen 🙂

  5. Ich finde es so schön, wie du die Zeiten feierst und deine Tipps mit uns teilst, … ich wünschte, ich hätte mehr Zeit für solch kleine Kraftrituale

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