Die Wälder haben uns wieder

Heute sind wir zurück gekommen, aus dem Süden – und auch zurück aus der Blogpause. Ich muss gestehen, dass es mir sehr gut tat, ein wenig (mehr) Distanz vom Internet zu haben, denn nun bin ich voll gepackt – mit Eindrücken, Ideen und tollen Geschichten ;) In meiner blogfreien Zeit habe ich viel gelesen, und mich um mich selber gekümmert, aber auch einen kleinen Mini-Familienurlaub in Bayern haben wir gemacht.

Wie schon im letzten Jahr, habe ich meinen Onkel im Altmühltal besucht, und hatten wieder wunderbares Wetter. Der Ort ist für mich etwas besonderes, weil ich schon seit meiner Kindheit immer mal wieder dort war, und es ist einfach nur spannend, wie sich die Orte verändern… oder die Sichtweise darauf.

WillibaldsburgCollageJedes Mal entdecke ich neue Dinge, die mir bis dahin gar nicht aufgefallen sind – und diese versuche ich fest zu halten… natürlich darf ein Besuch auf der Willibaldsburg nicht fehlen – das ist Tradition ^^

EichstättCollageWährend des Urlaubes habe ich “Elevate the Everyday” gelesen – was Jademond hier vorgestellt hatte – und ich kann es wirklich jeder Mutter ans Herz legen – es ist wirklich großartig und hat mich motiviert, mehr mit meiner Kamera zu experimentieren, andere (ungewöhnlichere) Dinge zu fotografieren und mir mehr Gedanken über die Rolle der Mutter als Geschichtenbewahrerin zu machen (dazu bald mehr).

Besonders gefreut habe ich mich über einen Besuch bei Jademond selber – ich bin begeistert, dass aus der fixen Idee von einem Besuch, Wirklichkeit geworden ist, und man sich auch einmal im wahren Leben sehen konnte, obgleich sie so weit von mir weg wohnt.

Was mich sehr interessiert ist, ob ihr gerne von den letzten zwei Monaten einen Rückblick haben möchtet (interessiert euch das?)

Und was ist mit wöchentlichen Rückblicken am Freitag?

Lass Los II

So, die Woche ist um, und ich habe recht viel aussortiert bekommen, eine ganze Mülltüte voll und noch ein bissl mehr – leider kann ich grad die Fotos nicht hoch laden, die ich gemacht habe, aber das hole ich noch nach.

Bei den Schubladen flogen auch Plastik-Kochlöffel und Plastiklöffel aller Art hinaus, und wurden gegen Holzlöffel ausgetauscht. Leider habe ich sehr viele Plastikschüsseln, für die ich noch keinen Glas/Keramik/Metall/Holz-Ersatz habe – die wurden aber dann minimiert, so dass meine Schubladen jetzt eher leer wirken. Außer meine Töpfe, davon brauchte keiner gehen…

Und auch Kochbücher flogen raus – ein ganzer Stapel sucht jetzt neue Adoptiveltern

Ich bin schon recht zu frieden mit dem Ergebnis – möchte aber auch noch die verbliebenen Plastikschüsseln austauschen. Ein Graus ist noch meine Tupperdosen-sammlung – da habe ich echt noch viel Plastik, wobei ich mir auch schon einen dreistöckigen Henkelmann gekauft habe, der mich auf die Nachtwachen begleitet. Außerdem verwahren wir kleinere Portionen in gebrauchten Gläsern, aber dennoch sind die Tupperdosen häufig im Einsatz – naja, sie werden zumindestens genutzt, und verstauben nicht.

In der kommenden Woche, möchte ich mich an das Wohnzimmer trauen:

Tag 1 – Videos/DVD´s
Tag 2 – Bücher-Regale
Tag 3 – Dekorationen (auch in den anderen Räumen)
Tag 4+5 – Schränke
Tag 6 – Zeitschriften (auch aus anderen Räumen)
Tag 7 – frei

Da ich das Wohnzimmer schon einmal entrümpelt habe, nehmen meine Schränke nicht viel Zeit in Anspruch – sie wurden schon mal Grund-Entrümpelt und ich möchte noch mal sehen, ob ich nicht doch etwas davon weggeben kann. Außerdem sammelt sich immer schnell etwas in unseren Schrummel-Schubladen an – die haben es wieder dringend nötig – bei den Zeitschriften möchte ich nicht nur aussortieren, sondern auch schöne Bilder heraus trennen, um diese für Bastelaktionen sammeln – dafür habe ich einen Karton, den ich wohl auch noch ml durch sehen muss ^^

Wie war eure Woche? Macht ihr wieder mit?

Gewinnspiel bei kivi

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Mein Mann steht total auf “Hang-Musik” und deswegen war ich total überrascht und angetan, dass Kivi nun ihre frisch gepresste CD verlost. Auf ihrer Seite kannst du auch in die Songs rein hören, und dir einen Eindruck davon machen, wie sie so spielt.

Und wer das Instrument “Hang” nicht kennt, sollte auf alle Fälle rein hören – es lohnt sich.

Ich bin jetzt mal ganz dreist und drück mir selber die Daumen ^^ – und hoffe, dass nicht noch mehr von euch mit machen, damit ich mehr Chancen hab *lach*

Also, klickt rein und staunt, wir Kivi hangt <3

Hier geht es zum Gewinnspiel

Lass los!

Dadurch, dass ich mich jetzt nicht mehr nur um das Kind und um den Haushalt kümmern muss, sondern auch noch arbeiten gehe, fällt mir immer mehr auf, wie viel Kram hier immer wieder herum liegt, und dass ich viele Dinge (meistens immer die Gleichen) täglich von A nach B räume oder sie auch mal irritiert von Platz C hole. Kurz gesagt, mir fällt auf, wie viel Kram wir besitzen. Damit meine ich jetzt nicht nur Dinge, die man eigentlich gar nicht braucht, sondern auch die Dinge, die man braucht. Und dann fällt mir auf, dass ich nicht alleine da stehe – es geht auch anderen so
Wir gehen arbeiten, damit wir uns ernähren können, ein Dach über dem Kopf haben, und uns einkleiden können – natürlich auch, um unsere Freizeit so zu gestalten, wie wir sie gerne hätten… Aber wir haben stets das Gefühl, wir bräuchten mehr: Mehr Urlaub in fernen Ländern, einen größeren Wagen/größere Wohnung (weil wir so viel besitzen), mehr Bücher…
Ich für meinen Teil kann sagen (und dafür bin ich so überaus dankbar!!!) – ich habe genug! Ich denke sogar, ich habe zu viel – und dem möchte ich mich widmen. Da ich ja Zeit spare, in dem ich mich nicht dem Internet oder meinem Handy widme, kann ich diese nun nutzen, um in unserem Heim Platz zu schaffen. Als Vollzeitmutter und Teilzeit-Nachtwache, will das gut organisiert sein, und darf nicht all zu viel Raum im täglichen leben ein nehmen. So habe ich mir überlegt, Mir täglich/wöchentlich einer Sache zu widmen, die machbar ist. Damit wird das Projekt natürlich länger dauern, aber ich habe eine größere Chance, diese “Challenge” auch durch zu halten, weil ich Erfolgserlebnisse haben werde.
Ich widme mich immer nach und nach einem Raum – und werde täglich nicht mehr als eine Stunde damit verbringen – eher weniger (Ziel sind 30 Minuten – die ich wirklich aufbringen kann und will) In dieser Woche ist die Küche dran:

Tag 1 – Küchenutensilien (Plastik gegen Holz austauschen)
Tag 2 – Küchenschränke (ohne Lebensmittel)
Tag 3 – Schubladen
Tag 4+5 – Vorratsschränke
Tag 6 – Kochbücher
Tag 7 – frei

Am Ende der Woche möchte ich euch dann ein Bild zeigen, von all den Dingen, die ich aus gemistet habe. (ich weiß, ich hatte so eine Aktion schon einmal begonnen, aber es ist immer noch zu viel! Außerdem sind diese Portionen kleiner, und fühlen sich machbarer an)
Vielleicht möchtest du mit machen, vielleicht findest du es aber auch übertrieben, weil man nie genug haben kann, oder aber du bist schon Profi im aussortieren – ich freue mich über deinen Kommentar!

No Poo – Haarpflege ohne Shampoo – Wascherde

Wenn man seine Haare lang wachsen lassen will, kommt man irgendwann zu einem Punkt, wo man sich mit seiner Haarpflege befassen muss, um Haarbruch, Spliss und trockene Spitzen zu vermeiden, um gesunde Haare zu züchten. Man beschäftigt sich mit Ihnahltsstoffen seiner Shampoos, probiert aus, liest, und findet irgendwann ein Pflegemittel, mit dem man es aus hält. Ich hatte so ein Shampoo gefunden, das alle meine Bedürfnisse befriedigte – das war das Rosmarinshampoo von Weleda, was leider aus dem Programm genommen wurde. Also stand ich mal wieder vor den Shampoo-Regalen und probierte nun ein Jahr aus – die Folgeprodukte von Weleda – andere pflanzliche Shampoos – aber bvisher fand ich nichts, was alle meine Ansprüche befriedigt. Die Haare fetten zu schnell, die Spitzen zu trocken, spröde Haare usw.

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Nachdem also mein derzeitiges Shampoo auf gebraucht war, widmete ich mich meinen ersten “No-Poo” Versuchen mit Lavaerde. Bevor ich also duschen gehe, mische ich mir aus Wascherde und Wasser eine “Schlamm-Packung” an, die ich mir dann in die trockenen Haare gebe und etwas einwirken lasse. Ich mache dies im trockenem, Zustand, weil ich nicht nass in der dusche einwirken lassen mag, und dabei erfrieren will. Dann gehe ich duschen, “schäume” (nein, es schäumt nicht, aber ich tue so, als ob) die Erde auf und massiere mir damit den Kopf. dann wird sie aus gewaschen, und je nachdem, wie gut/oder schlecht ich war, sind meine Haare dann nicht mehr fettig.

Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht genau, ob ich sie als “sauber” bezeichnen kann. Deswegen benutze ich danach nun immer eine saure Rinse – also ein bis zwei liter Wasser (warm) mit etwas Apfelessig (oder Zitrone) – damit die Haare glänzen – denn ohne diese Rinse, wirken sie etwas matt.

Ich bin mit dem Ergebnis recht zu frieden – allerding ist es ein größerer Aufwand, was mit Kind natürlich nicht unbedingt von Vorteil ist. Deswegen möchte ich, nachdem meine Wascherde aufgebraucht ist, gerne einmal die “Water-only” – Methode aus probieren, bei dem man sich die Haare nur noch mit Wasser wäscht, und an sonsten mit einer Naturhaarbürste täglich ausbürstet, um das körpereigene Fett in den Haaren zu verteilen.

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Vorteile:

Da man die Wascherde nur auf dem nachgefetteten Ansatz auftragen braucht, werden die Spitzen wenig strapaziert, außerdem trocknen sie nicht so stark aus, man benötigt weniger Pflegeprodukte, hat weniger Haarbruch und, bei guter Pflege/angemessenem Umgang auch weniger Spilss. Außerdem benutzt man ein Naturprodukt, was wenig/kaum Chemikalien enthält, die dann über die Kopfhaut aufgenommen werden, oder ins Trinkwasser gelangen können. Man kann es besser dosieren und sparsamer benutzen.

Nachteil:

Mehr Zeitaufwand durch Vorbereitung und ggf. auch Nachbereitung (Erdreste im Waschbecken/Dusche), kein “Sauberkeitsgefühl” wie nach Shampoo, ohne Rinse können die Haare weniger glänzen (je nach Haartyp) – Wenn man Stellen vergisst oder vernachlässigt, sehen diese “kletschig”/fettig aus, obgleich man sich die Haare gewaschen hat.

Aber dazu dann bei gegebener Zeit mehr. Wie wäschst du dir deine Haare? Welche Erfahrung hast du mit Wascherde gemacht?

Surfst du noch oder lebst du schon?

Ihr erinnert euch sicherlich an an meine Fastenzeit vor Ostern, wo ich “Zeit” sparen wollte. Heute möchte ich mich dem Thema noch einmal widmen, weil ich für mich merke, dass dieses Thema immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Mindestens einmal die Woche fahre ich eine weitere Strecke mit den ÖVD und kann beobachten, wie die Menschen jeglicher Altersgruppe mit Kopfhörern da sitzen, in der Hand ihr Handy und völlig vertieft sind, in dem, was sich da auf dem Bildschirm ab spielt. Ich kann dieses Bild beobachten, wenn ich mit dem Zwerg spazieren gehe, und anderen Elternteilen begegne, auf dem Spielplatz, wo die Mütter mit Handy auf den Bänken sitzen (wenn ich dort überhaupt jemanden treffe, was ziemlich selten ist, wohlgemerkt) und auch in Capes.
Unsere Kleinsten buhlen um Aufmerksamkeit, weil ihre Eltern es für wichtiger erachten, sich via Socialmedias mit anderen aus zu tauschen – zu kommunizieren, und verlieren dadurch völlig unseren Halt in der Welt.

Lebst du noch, oder surfst du schon?

Mit immer größer werdendem Erschrecken, nehme ich wahr, wie sehr mein Sohn sich für mein Handy interessiert, und ich mich mit der Frage auseinander setzten muss, wie ich ihm einen angemessenem Umgang mit diesen Medien beibringen kann, damit er später das Leben außerhalb des Bildschirms auch leben kann. Wie kann ich ihn stärken, damit er nicht schon in der dritten klasse auch ein Handy will? Ich möchte, dass er die Schönheit der kleinen Dinge erkennt, und zu schätzen weiß – sie nicht direkt via Handy mit anderen “Freunden” teilen will – ich möchte nicht, dass er sich mit dem Zombievirus ansteckt, den unsere Menschheit befallen hat.

Die Zombieapokalypse hat uns schon erfasst.

Während der letzten Fastenzeit habe ich meinen Internetkonsum via PC stark eingeschränkt und somit einiges an Zeit und neuer Lebensqualität zurück gewonnen. Nun möchte ich mich an meinen kleinen, tragbaren Bildschirm wagen, und die Zeit mit diesem Gerät einschränken. Und ich würde mich sehr freuen, wenn du mit machst. Dabei ist es nicht wichtig, in welchem Ausmaß du deinen eigenen Konsum einschränken willst, sondern, dass du achtsamer wirst, im Umgang mit diesen Medien, und vielleicht die Welt da draußen, für dich neu entdeckst!
Meine Fastenzeit geht bis Mittsommer (21.Juni) – dem längsten Tag des Jahres. Es sind also gut 6 Wochen – machbar, finde ich:

Was ich gerne in dieser Zeit verändern/beachten möchte:

* Nur noch 3x täglich auf das Gerät schauen, um auf Nachrichten zu antworten
* Handy wird nicht am Esstisch, bei Mahlzeiten/Spaziergängen und Co verwendet
* Als Mediengerät nur verwenden, wenn der Zwerg schläft/spielt
* Spiele und “Zeitverschwender” vom Handy löschen
* Bei der Verwendung des Internets auf die Zeit achten, und nicht länger als notwendig benutzen

Ich denke, dass ich diese Spielregeln für mich einhalten kann, und werde für dich wieder zwischendurch berichten, wie es mir “mit ohne” so ergeht. Ich würde mich sehr freuen, wenn du mit machen würdest, denn ich würde mich über eine Welt freuen, in der wir wieder wirklich kommunizieren, und nicht nur via Internet (wobei ich natürlich sehr dankbar für dieses Medium bin, denn es ermöglicht mir, mit dir in Kontakt zu treten – ich möchte es auch nicht als “böse” abstempeln, sondern plädiere hier für einen achtsamen Umgang!)
Wenn du noch unsicher bist, und noch einen kleinen Anstupser brauchst, dann schau dir doch das hier mal an – ich finde dieses Video sehr gelungen!

http://www.youtube.com/watch?v=Z7dLU6fk9QY

Buchvorstellung: “Vegan, regional, saisonal”

Ein neues, veganes Rezeptbuch hat sich eine Buchvorstellung verdient – es ist ein ganz junges Buch, von einer jungen Autorin, die der ein oder andere vielleicht von dem Blog kennt, den sie mit ihrem Mann schreibt: “Experiment Selbstversorgung“. Dort habe ich auch von dem Buch erfahren, und fand das Konzept so gut, dass ich es mir zugelegt habe, ohne es zu bereuen – im Gegenteil, ich bin dankbar!

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Zu Beginn des Buches beschriebt Lisa Möglichkeiten, die eigenen Lebensmittel möglichst regional zu beziehen, was dann ggf. nicht nur selber anbauen bedeutet (für die Glücklichen unter uns, die einen Garten haben, oder Balkon), sondern auch selber sammeln (Wildkräuter, Pilze, und Co) und gibt Hilfestellungen, wo man einkaufen kann und zeigt damit, dass es auch Alternativen zu Biomärkten gibt (denn Bio bedeutet nicht immer gleich auch regional/saisonal).

Die Rezepte im Buch selber sind nach Jahreszeiten sortiert, was mich besonders angesprochen hat, und kommen ganz ohne Tofu, Kokosmilch, Kichererbsen, Bananen und Co aus, was die vielfalt der Rezepte nicht einschränkt, sondern man angehalten wird, Dinge aus zu probieren, die man bisher nicht getan hat.

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Außerdem gibt es einige Brennesselrezepte, was mich besonders gefreut hat, aber auch Giersch, Hirtentäschle und essbare Wildblumen finden Zugang zu den Rezepten. Leider hat nicht jedes Gericht auch eine Abbildung, was ich ja besonders mag, aber dennoch sind die abgebildeten Rezepte ansprechend und verführen zum kochen.

Und natürlich darf ein Übersichtskalender nicht fehlen, nicht nur für Obst/Gemüse, sondern auch für Pflanzen und Blüten.

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Fazit: Ich kann das Buch “Vegan, regional, saisonal – Einfache Rezepte für jeden Tag” von Lisa Pfleger wirklich empfehlen, und ich bin dankbar, es in meinem Buchregal willkommen zu heißen, so kann ich mit dem Zwerg bei dem schönen Frühlingswetter spazieren gehen, Brennesseln sammeln und sie dann direkt für´s Mittagessen verwenden. Es motiviert mich, “´Luxusprodukte” (Kokosmilch, Mango, und Co) weg zu lassen, und mit einheimischen, bisher vielleicht für mich noch etwas unbekannten Dingen herum zu experimentieren.

Prädikat: Sehr empfehlenswert

Und wer noch mehr über Lisa und ihre Art zu Leben lernen möchte, der sollte auch gleich noch ihre Seite besuchen: Experiment Selbstversorgung

Hast du es schon gelesen?

Home is where my heart is

Warum in die Ferne schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
Denn das Glück ist immer da

 – Goehte -

Auf meinem spirituellen Weg habe ich schon viele Orte dieser Welt bereist… schamanisch, versteht sich… oder kognitiv.

Da lasse ich mich von einem Indianer-Lehrer zu meinem Krafttier leiten, führe buddhistische Gehmeditation durch, singe Lieder zu ehren der tibetischen Göttin Tara und bitte Ganesha um Schutz. Mittlerweile gibt es immer mehr Möglichkeiten von immer ältren Völkern und immer ferneren Ländern zu lernen, und wir stürzen uns darauf, verschlingen diese Lehren und wollen sie anwenden. Wir schweifen in die Ferne, zu den Kahuna auf Hawai, zu Völkern am Amazonas…

Kurz um, wir sind nicht ganz bei uns! Wir beschäftigen uns mit Religionen, Weltansichten und Techniken aus der ganzen Welt und vergessen dabei völlig unsere Wurzeln – unser Land – unsere Heimat – unsere Rituale. Wir wissen nur wenig über unsere Familien, unsere Schamanismus, unsere Umgebung – da können wir glatt mehr über andere Länder berichten. Dabei fühlen wir uns entwurzelt, rastlos – auf der Suche nach dem Platz, an den wir hin gehören – ankommen….

Die Wahrheit liegt irgendwo da draußen…

Ich denke, dass unsere Wahrheit direkt vor unseren Füßen liegt, und wir sie nur nicht mehr sehen. Heimat ist hier! In diesem Land, dieser Stadt, diesem Körper! Home is, where my heart is – aber wo ist es? Womit bist du verbunden? Wenn du ankommen willst, dann musst du zuerst bei dir ankommen, nicht woanders.

Ich möchte damit nicht sagen, dass man sich nicht mit anderen Kulturen aus einander setzten sollte – im Gegenteil – ich finde es wichtig, aufschlussreich und lehrreich, jedoch bin ich davon überzeugt, dass all diese Weisheiten uns nicht helfen können, alle Techniken nicht so effektiv sind, wie unsere ganz eigene, innere Wahrheit/Heimat. Wir werden nie das Gefühl des “Ankommens ” fühlen, wenn wir uns nicht mit unserer Heimat verbinden – denn hier sind wir doch! Und schließlich ist Heimat ein Teil unserer Identität – die Kultur, in die man hineingeboren wurde, die Menschen und das Land, welches uns umgibt… aber ist dir das bewusst? Weißt du, welche Bäume in deiner Umgebung wachsen? Wo du Waldmeister findest (für eine Maibowle)? Ob du wilde Heidelbeeren oder Erdbeeren bei dir finden kannst? Welche Wild-Tiere leben in deiner Nähe? Und gibt es einen Ort, an dem du dich sicher und geborgen fühlst, da draußen?

Ich denke, dass wir einen großen Schritt zu unserer inneren Heilung gehen können, in dem wir uns mit unserem Heimatpotential auseinander setzten – unsere Wurzeln erforschen, Geschichten unserer Orte lernen, und bei uns selber ankommen.

Ich möchte dich zu einem kleinen Ritual inspirieren:

Wie wäre es, wenn du dir einen Tag Zeit nimmst, Proviant in einen Rucksack packst, dazu vielleicht noch ein Kompass, eine Kamera und ein Notizbuch (je nachdem, was du so brauchst) und einen langen Spaziergang durch deine Umgebung wagst. Gehe Wege, die du bisher nicht gegangen bist, biege dort ab, wo du bisher noch nicht warst und schaue, wo es dich hin treibt. Versuche deine Umwelt mit den Augen deines Inneren Kindes zu sehen, betrachte alles neu und entdecke Kleinigkeiten, sammle Dinge, die dir gefallen:

  • Pflanzenteile
  • Blätter oder Blüten
  • Steine und Erde
  • Verpackungen, Tickets und was dir so begegnet
  • Schlicht, einfach alles, was deine Aufmerksamkeit auf sich zieht

Wenn du zu Hause angekommen bist, gestalte aus deinen Fundstücken eine Collage, bette sie in Schmuckkästchen, klebe sie auf, rahme sie ein, verfilze sie, bemale sie, verbinde dich mit ihnen. Lege sie auf deinen Altar (oder deinem Lieblingsort) und setzte dich zu ihnen – atme tief ein und aus und fühle die Verbindung zu deiner Heimat – fühle, wie sehr du verbunden bist…Wie du bei dir selber ankommst.

 

Sieben Wochen gesparte Zeit

Vor sieben Wochen habe ich mich beschlossen, meine eigene Fastenzeit zu beginnen, und “Zeit zu sparen” und wunderbarer Weise haben einige von euch auch mit gemacht, was mich echt motiviert hat, immer weiter zu machen. Außerdem habe ich ja schon im meinem Zwischenbericht erwähnt, dass ich mich recht wohl fühle, mit meiner gesparten Zeit ^^

Was habe ich verändert?

Normalerweise habe ich mich abends, nachdem der Zwerg eingeschlafen ist, an den Rechner gesetzt und gesurft, gelesen und Videos angesehen – dabei verflog die Zeit wie im Fluge, doch gab sie mir nie das Gefühl, dass ich mich erholt habe, geschweige denn etwas produktives getan zu haben. Also habe ich meine Surfzeit reduziert… auf eine halbe Stunde täglich.

Es gab Tage, da habe ich den rechner nicht einmal angeschaltet, weil ich befad, dass es sich für eine halbe Stunde gar nicht lohnen würde, und dafür Tage, an denen ich länger als eine halbe Stunde durchs Netz schlich. Dabei wurde ich sehr aufmerksam, wann ich wie durchs Netzt surfe… es gibt für mich zwei Varianten:

1. Gezieltes Surfen

Dabei habe ich einen konkreten Plan, was ich online erledigen will – z.B. Bloggen, etwas nachlesen, oder etwas recherchieren. Ich fühle mich dabei wohl, die Zeit vergeht bewusster und ich habe nachher ein Gefühl der “Produktivität”

2. Plätschern

Plätschern möchte ich das “dahinsurfen im Netzt” benennen, bei dem man mal hier schaut, mal da – aber nicht bewusst etwas sucht/tut. Ich mache dies meistens, um mich zu regulieren, wenn der Tag anstrengend war – ähnlich wie andere abends fernsehen…

Fazit:

In diesen sieben Wochen habe ich abends sehr viele Bücher aus meinem “Bestand” (aus den Regalen) gelesen, habe wieder gefilzt, gebastelt und für mich gesorgt. Außerdem bin ich mir über meine beiden “Surf-Stile” bewusst geworden und meinen Altar in einen anderen Raum gestellt, um mir einen “Meditationsraum” geschaffen, um mich abends dieser Praxis widmen zu können. Ich möchte auch weiterhin “Zeit sparen” und abends nicht jeden Tag online sein, sondern lieber nur an wenigeren Tagen. Von meinem “Meditations-Raum” werde ich in den kommenden Tagen berichten.

Wie war es bei euch? Was habt ihr mit der gesparten Zeit angefangen?

Karmi hatte ja zu einer “Positiven-Zeit” aufgerufen (der Link führt dich zu ihrem Resüme), in der sie beschreibt, wie ihr aufgefallen sei, dass wir in einer “Meckermentalität” leben. Und ich denke, ich kann mich da absolut nicht frei sprechen, un möchte in den kommenden Wochen (bis Mittsommer) sensibeler werden, für meine eigene Meckermentalität, und zu versuchen, “positiver” zu werden ^^ Habt ihr Lust mit zu machen??